Hans Roggow.
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Töchter, von denen jedoch nur Leveke, später des MajorsBaltzer v. Plüschow, Hanptmanns zu Neukalen, Ehefrau, ihreMutter überlebte, nachdem ihr erster Mann Jürgen v. Schackauf Gülzow im Lauenburgischen schon im I. 1633 gestorbenwar, wodurch Abel's Last bedeutend vergrößert ward. Abelmuß ungewöhnlich gewesen sein; denn trotz der vielen un-erzogenen Kinder verlobte sie sich als junge Wittwe (nach demBülowen-Bnch, I. Aufl., S. 158, Nr. 48) mit Christoph v.Bnlow auf Karcheetz und Prützen, Sohn des Joachim v.Bulow (ch 1616), meklenbnrgischem Hofjunker, Stallmeisterund Hanptmann zu Sternberg. Aber auch diese Aussicht ansGlück mit einem gebildeten Manne ward ihr genommen, in-dem ihr Christoph v. Bülow vor der Vermählung in seinenbesten Jahren, 38 Jahre alt, durch den Tod entrissen ward.Doch Abel bewährte stets ihre Standhastigkeit. Obwohl siein den darauf folgenden trüben Jahren des dreißigjährigenKrieges mit der Haushaltung fast überladen war, so sorgte siedoch im Verein mit ihrer Kinder Vormund, Hans v. Plessenauf Dönkendorf, mit der größten Sorgfalt für eine ausge-zeichnete Bildung ihrer Kinder, welchen sie auf ihrem Landsitzegute Hauslehrer hielt, z. B. den spätern GüstrowschenSuperintendenten Samuel Arnold!. Die bekannt gewordeneBildung ihres ältesten Sohnes Daniel giebt z. B. ein glänzen-des Beispiel für die seltene Tüchtigkeit der Frau. Nachvollendeter häuslicher Bildung schickte sie denselben 3 Jahreauf die Schule zu Güstrow unter Arnoldis Aufsicht, 2 Jahreauf die Universität Leiden und nach Gröningen, 2 Jahre nachLondon an den Hof und ans die Universität Oxford und ansReisen durch Frankreich und Deutschland, so daß er sich nichtallein große Gelehrsamkeit, sondern auch ungewöhnliche Ge-wandtheit in der lateinischen, französischen und englischenSprache erwarb. Als aber die Kriegsdrangsal und Unsicher-heit zu groß ward, flüchtete Abel zur Zeit des Wallenstein-schen Regiments nach Lübeck, wohin sich auch im Sommer1629 der Herzog Adolph Friedrich von Meklenbnrg zurückzog.Hier traf Daniel v. Plessen bei seiner Heimkehr nach sechs-jähriger Abwesenheit seine Mutter wieder und erschien oft anUrk, Gesch. d. Geschl, von Oertzen III. 3