Hans Keldberg.. 141
zur Verleihung eines vollkommenen Ablasses einen eigenenBeichtvater zu halten, zählte er in der VerleihungsnrkundesbiLI^XXVIIf alle Klosterjungfrauen namentlich auf, welchemeistenteils aus den bekannten adeligen Geschlechtern desLandes Stargard stammten; unter diesen steht ungefähr in derMitte Anna v. Oertzen, welche damals also noch nicht sehralt sein mochte.
ll.
Hermann IV., Knappe.
1466—1488.
§. 87. ll. VIII.
In der nächstfolgenden Generation erscheint ein Mann,welcher für die Familiengeschichte von ungewöhnlicher Wichtig-keit ist, Hermann v. Oertzen auf Feldberg und Helpte, vondessen Aeltern und nächsten Seitenverwandten aber keine Kundeaus uns gekommen ist. Er erscheint zuerst, als „HermanOrtze zu Helpte", am 22. Junii 1466 als Mitbürge für denHerzog Heinrich von Meklenburg-Stargard für eine Schuldvv» 160 Mark sLEXI.VIlls. Er hatte sicher Antheil an demalten Stammlehn des feldbergischen Hauses, an dem SchlosseFeldberg mit Zubehörungen, da er seine Gerechtigkeiten am21. Oct. 1476 an Heinrich Riben auf Galenbek verkaufteslilil^XXXIVs (vgl. oben S. l34); er gehörte daher sicher zudem feldbergischen Hause. Wichtiger ist aber Hermann v.Oertzen dadurch, daß er das Gut Helpte an die Familie v.Oertzen brachte. Sicher bis zum Jahre 1440 gehörte dasgroße Gut und Schloß Helpte der im Mittelalter im LandeStargard mächtigen Familie Riben, bis diese es durch den Kriegder Brandenburger gegen das Land Stargard verlor (vgl.oben S. >33). Gleich darauf, am 22. Junii 1466, erscheintHermann v. Oertzen im Besitze des Gutes Helpte, mit Aus-nahme von 12 Hufen, welche der Familie v. Helpte als altes