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2,1 (1860) Vom Jahre 1400 bis zu den Jahren 1600 und 1700
Entstehung
Seite
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Meklenburgische Linie.

21.

Fippold II., Knappe.

1496—1545.

§. 56. IX.

Lippold II. v. Oertzen war von den sechs Söhnen SivertS II.auf Roggow der jüngste und überlebte alle seine ältern Brüderlange Zeit. Nach dem um das Jahr 1566 erfolgten Todeseiner zwei ältern Brüder Sivert III. und Hermann VI. er-scheint er sehr häufig mit seinem Bruder Iaspar im Besitzealler Güter der Linie Roggow, als ein angesehener, befähigterMann. Er hatte sich mit seinem Bruder Iaspar schon frühden herzoglichen Höfen angeschlossen, an welchen beide beiwichtigen Begebenheiten sehr häufig erscheinen. Lippold wardam Ende seines Lebens auch Staatsmann.

Lippold v. Oertzen erscheint schon früh als einer der Be-gleiter des jungen Prinzen Heinrich von Meklenburg, späterHerzog Heinrich der Friedfertige genannt, als dieser in denDienst des Kaisers Maximilian trat. Der Kaiser hatte, wahr-scheinlich aus Zuneigung zu dem ihm sehr gleichgesinnten VaterHerzog Magnns, am 5. Sept. 1495 den damals sechzehn-jährigen Prinzen Heinrich „mit 266 Pferden an seinen Hofin des Reiches Sold" genommen und zwar zunächst „zu demvorgenommenen Nömerzuge," Nach gehöriger, gewiß glänzen-der und kostspieliger Ausrüstung ritt der Herzog am 14. Dec.

1496 aus Schwerin mit 141 Pferden zum Kaiser. Er nahmaus Meklenburg gegen 166 Pferde mit, von denen ungefährdie Hälfte gerüstete Rosse meklenburgischcr Edelleute waren,mit dem Hofmarschall Jörg v. Biswang an der Spitze, in derBegleitung des Canzlers Dr. Antonius Grunewalt; dazu stießder Ritter Hartmann Marschalk v. Onolzbach mit 9 auswär-tigen Edelleuten, welche 44 Pferde hatten (vgl. Lisch, Maltzan.Urk. IV, S. 314—321). Zu des jungen Herzogs unmittel-barer Umgebung waren, außer der Dienerschaft, 12 jungeEdelleute bestellt, welche jeder ein Pferd in des Herzogs Stallhielten und daher „Einrosser" genannt wurden; zu diesen Ein-rossern gehörte auch Lippold v. Oertzen sEEEXVj. Im März

1497 schickte der Herzog ans Begehren des Kaisers die meisten