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2,1 (1860) Vom Jahre 1400 bis zu den Jahren 1600 und 1700
Entstehung
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Meklenburgische Linie.

nicht unwahrscheinlich, daß er Liebe zu der Bischofsstadt unddas Vertrauen der Bürgerschaft besaß. Es war auch in jenenZeiten nicht ungewöhnlich, daß Glieder angesehener, alter Adels-geschlechter Bnrgemeister- und Nathmannsstellen in den Land-städten bekleideten; zu derselben Zeit, im I. 1505, war z. B.auch der ohne Zweifel mit Sivert v. Oertzen genau bekannteBurchard von der Lnhe auf Vogelsang erbgesessen Bnrgemeisterder nahe bei Bützow gelegenen Stadt Sternberg. Einen Be-weis für Siverts v. Oertzen Stellung zu den Landstädten giebtauch die Erscheinung, daß er am 31. Oct. 1505 einältesterund vollmächtiger Bruder des Kalandes in der Stadt Neu-Bukow" war sELliXXVIIj, in deren Nähe sein Stamm-lehngut Roggow lag.

Zu derselben Zeit war Sivert v. Oertzen auch am Endeseines Lebens lebhaft um die Stiftung großer kirchlicherFeierlichkeiten bemüht, welche im Anfange des 16. Jahrh., inden letzten Jahren vor der Reformation, überall als die letzteRegung zum Bessern von angesehenen Laien ins Leben gerufenwurden, freilich ohne durch solche Aeußerlichkeiten den Einsturzdes morschen Gebäudes halten zu können. In Wismar hatteim I. 1500 der Ritter Heinrich v. d. Lühe auf Buschmühlenund seine Gemahlin Beate große Marienzeiten in der Marien-kirche gestiftet, welche Beate nach ihres Mannes Tode sorg-sam und treu Pflegte, indem sie z. B. zu dieser Stiftung am14. Jan. 1503 jährlich 24 Mark Pacht aus dem DorfeBlengow zur Bekleidung von zwölf Armen an jedem GrünenDonnerstage schenkte sEEEXXIVj; als Mathias v. Oertzen aufWnstrow ihr aus Gr. Eixen am 6. Julii 1502 noch 17^ MarkPacht zum Besten dieser Marienzeiten verpfändete, warenseine Vettern" Sivert und Hermann v. Oertzenzu Roggow"Zeugen dieser Verschreibung sEELXXIIj. Im I. 1502 stifteteder Ritter Heinrich v. Plessen zu Brüel in der Kirche zu Brüeltägliche Messen zu Ehren des Heiligen Kreuzes. In demselbenGeiste traten im I. 1505 die adeligen Patrone von siebenVikareien oder Altären in der Kirche zu Neu-Bukow,welche zum Theil auch Mitglieder des Kalandes zu Neu-Bukowwaren, zusammen, um eine neue kirchliche Stiftung zu gründen.