Dietrich IS.
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östlichen Ufer der Warnow ein Schloß; Heinrich der Löwe bautenun auch auf dein linken Ufer der Warnow, an dein FleckenWarncniündc, dein dänischen Schlosse gegenüber, eine hölzerneFestet beide sollten, was auch leicht geschehen konnte, den Nostockcrndie Adern des Lebens, den kaufmännischen Verkehr, abschneiden.Den Oberbefehl über seine Feste am linken Warnowufer ver-traute Heinrich der Löwe dem Ritter Dietrich von Ocrtzcn;in der andern lag dänische Besatzung.
Da stand daS Volk von Rostock in Masse auf, vernichtetedie Verträge mit dein fremden Fürsten, ließ wieder sthrcm HerrnNicolaus huldigen und zog zu Lande und zu Wasser gegen dieFesten zu Warnemünde; zu Wasser ging eine schwimmende Festung,„Ebcnhoch" genannt, die Warnow hinab und legte sich zwischendie beiden Werke der Fürsten. So wurden die beiden Burgenlange und hart bedrängt und bestürmt, zuerst die mcklcnburgischc ;da jedoch aller Sturm an der Tapferkeit des Ritters Dietrichvon Oertzen scheiterte, so legten die Nostocker Feuer an dieFeste. Viele Meklenburgcr verbrannten, Dietrich von Ocrtzcnaber schlug sich durch; die Dänen capitulirten und zogen von derBurg ab, welche die Nostocker ebenfalls verbrannten. Dies ge-schah im Spätherbst? des Jahres 1311 H sXITI, XITIIj. Indem also befreicten Rostock tobte noch mehrere Jahre der Bürger-krieg mit der starrcstcn Konsequenz.
So wird sich die Sache nach den Urkunden und bewährtestenChroniken verhalten. Zwar sagt die rostocker Chronik, welcheum das Ende des 14. Jahrh, abgefaßt sein wird, von demBürgerkriege, daß Dietrich von Ocrtzcn mit der Feste ver-brannt sei:
24Iso 8« dut vvester slnt vuste (viel) stormedenvnd nielit enrvunnen, men vele lüde dsruuerverloren, do knrden (zündeten) se tlrem lostendut slotlr vnnd vorbrenden durvppe iierDidrile van Ort^en den ridder mit denanderen altlionmle, de darvxpe vveren vnd sieledoelr ^erne Iredden van^en ZeKeuen, me» dut
I> Vgl. Schrötir Bcitr. zur meklcnb. Geschichtskuntc, Not. kl>, S. 22 u. S. <8.