38
Stammväter.
tigc Verhandlungen bevorstanden; da berief der Fürst am 14.April 1200 zu sich nach Wismar den Kern seiner zahlreichenRitterschaft, in deren Reihen auch Dietrich von Ocrtzcn stand,und begnadigte an diesem Tage, in der freudigen Aussichtund Hoffnung, bald Söhne und Erben zu erhalten, seine viel ge-liebte Stadt Wismar mit mehrern wichtigen Rechten und Frei-heiten slllj.
Nach Dietrich I. erscheinen mehrere Jahrzchcnde hindurch ammcklcnburgischen Fürstenhofe zwei Brüder Dietrich und Det-wig, welche höchst wahrscheinlich seine Söhne waren. EinRico laus, welcher mit ihnen zu gleicher Zeit und am wcrlc-schen Fürstenhofc lebte, jedoch nie mit ihnen zusammen vorkommt,wird ein Bruder derselben gewesen sein, da sonst keine andereAbstammung nachzuweisen ist.
Da die beiden Brüder Dietrich und Detwig am meisten indem östlichen Theile der Herrschaft Mcklenbnrg zwischen Wismarund Cröpelin auftreten, so ist es wahrscheinlich, daß sie schonNoggow und die übrigen alten Familicngüter in der Gegendvon Bukow besaßen, um so mehr, da Noggow schon in dernächsten Generation der Stammsitz einer Linie war. Jedoch mußangenommen werden, daß im lil. Jahrhundert die Familie ihreGüter noch zur gesummten Hand besaß.
Dietrich's I. Gemahlin, oder wenn dieser mit Dietrich II.Eine Person, auch nicht des Nriz Sohn ist, seines uns dann un-bekannten Vaters, wird vielleicht eine gcbornc Clawc gewesensein, eine Tochter des Ritters und fürstlichen Rathes DietrichClawc (1240—1271) ^), durch welchen dann der VornameDietrich in die von örtzensche Familie gekommen wäre.
Dietrich's I. Kinder waren wahrscheinlich:
III. 3. Dietrich II. 4. Detwig I. 5. Nicolaus I.
I> Am s. Mai I2SS brannte Wismar halb ab; vgl. Krautoff's lüb. Chran, I, S,
410 n, »8Z,
2) Vgl. Lisch meklcnb. Nrk. II, S. 24 und SV.