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Allgemeine Forschungen.
tern. Eine andere Classe von rittcrmäßigen Geschlechtern warsolchen Männern entsprossen, welche alten, freien, grundbcsitzendenund auch städtischen Patricier-Geschlechtern angehörten und derenStammväter im Laufe des 13. Jahrh, die Ritterwürde erwarben,wie z. B. die Pape, Swartepape u. s. w.; bei der großenMenge von Rittern, welche im Laufe des 13. Jahrh, nach undnach auftraten, muß die Anzahl dieser jungen Ritter nicht un-bedeutend gewesen sein Eine dritte Classe von Rittern stammte aberauS alten wendischen, edlen oder Dynasten-Geschlechtern,und diese ritterlichen Geschlechter dcS Mittelaltcrs, welche in andernLändern zum hohen Adel geworden sind, muß man für dieeigentlichen, alten Adclögcschlcchter Mcklenburgs hal-ten i ans ihrer Mitte stammt das meklcnburgische Fürstenhans, wievon dem deutschen Adel andere deutsche Fürstenhäuser gegründet sind.
Nach vielen Nachrichten bestand bei den wendischen Völkernein alter, hoher Adel, dessen Glieder von den deutschen Schrift-stellern mit den Namen der „Edlen, Herren, Hohen" des Landess„i>vliil<z8, senior«^ mugore«") belegt wurden; sie regiertendie vielen einzelnen „Länder" oder Gaue, in welche die Wendcn-länder getheilt waren. Zur Zeit der Germanisirung Mcklenburgs,also im Anfange der urkundlichen Geschichte des Landes, warendiese Edlen ganz in den Hintergrund gedrängt, da ohne Zweifelsie es gewesen waren, welche den sächsischen Kreuzzügen dennachdrücklichen Widerstand geleistet und das Obotritcnvolk so langezur Gegenwehr zusammengehalten hatten. Nachdem aber dieheimischen Fürstcnthümer in Mcklcnburg und Pommern wiederzum Besitz der Herrschaft gelangt und ihre Gegner zur ewigen.Ruhe gegangen waren, traten die alten Edlen mit ihren einfachenwendischen Namen wieder im Gefolge der heimischen Fürsten auf,setzten auch die Wahl eines Bischofs von Schwerin, Brunwards,aus ihrer Mitte mit Gewalt durch. In Mecklenburg bilden nachden immer zahlreicher werdenden Urkunden fast nur wendischeEdle den Hof der Borwinc, welche ihr ganzes Leben hindurchnoch immer in schroffem Gegensatze zu dem deutschen Wesen ge-standen zu haben scheinen. Theils werden diese wendischen Edlenausdrücklich so genannt, theils sind sie an ihren wendischen Namensöhne Vornamen) zu erkennen, ;. B. Uriz.