Familiencharakter.
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Ungefähr uni das I. IAO, mit dem Eintritt neuer Fürstrn-generationcn, ändert sich aber urplötzlich die ganze Lage der Dinge.Die alten Edlen verschwinden, mit wenigen Ausnahmen, eben soplötzlich, als die Stammväter neuer Nittcrgcschlechter mit neuenNamen, mit der christlichen Nitterwürdc bekleidet, auftreten. Diemeisten dieser scheinbar neuen edlen Geschlechter stammen nunohne Zweifel von jenen wendischen Edlen her, wenn auch ihreAbkunft nicht urkundlich zu beweisen ist. Aber der Umstand,daß Brüder mit gleichem Wappen, wie z. B. die Hahn und vonDechow, und vielleicht die Hardcnack und von Bibow, derenStammvater ganz unbekannt ist, verschiedene Namen tragenspricht dafür, daß der Stammvater jenen wendischen Edlen ange-hörte, da sich sonst die um das I. IAO an den Fürstenhöfcn in An-sehen stehenden Geschlechter weiter rückwärts verfolgen lassen würden.
Einem solchen edlen, wendischen Dynastcngeschlechteist denn auch wohl das Geschlecht der Oertzen ent-sprossen, da der Stammvater Uriz HIIU2) unter denwendischen Edlen des Landes am Hofe der Borwine wirkt unddie in den nächst folgenden Zeiten in entferntem Gegenden lebenden Glieder des Geschlechts diese Form des Namens lange Zeitbeibehalten haben, wenn auch in den Gegenden, in welchendie deutsche Cultur schnell um sich griff, die deutsche Zunge denNamen vielfach zu gcrmanisiren trachtete.
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Familiencharakter.
Mag es auch schwer und gewagt sein, einer großen Familiefür ein halbes Jahrtausend, selbst nach Gewinnung ausreichenderErfahrungen, einen Stempel aufzudrücken, so läßt es sich dochnicht leugnen, daß sich an vielen Geschlechtern Jahrhunderte hindurch eine bestimmte Richtung des Geistes und seiner Aeußerungenverfolgen läßt, daß sich bei gehöriger Pflege gewisse Gcistcs-cigenthümlichkcitcn oft Jahrhunderte hindurch vererben, wie sich
t) Diese i» dem gegenwärtigen Abschnitte vorgetragenen Ansichten sind in Lisch GeseN,nnd Urk, des Geschlechts Hahn, I, /t, anZfnhrlichcr dargelegt nnd bewiesen.