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Allgemeine Forschungen.
Eck schloß, Eckort, von ro»: Horn, Ecke, Zacke (vgl. Nrneölans. Magazin VII, 1842, S. 81), mit der Endung -ovv,welche im Allgemeinen: HauS, Burg, Ort, bezeichnet (vgl.Jahrb. des Vereins f. meklenb. Gesch. VII, S. 56), indem Noggowallerdings in einer Ecke, in einem Winkel an der See liegt.Wenn nun der Schreiber der alten Urkunden wendisch verstaue,so ist Ordessem eine altdeutsche Ucbersetzung desWortes lion-^orv; denn t)et heißt im Altdeutschen: Ecke,Winkel, Spitze sdaher noch heute in Mcklenbnrg die Landschaftum den Flecken Klütz: der Klützcr Ort d. i. die Klützer Ecke),und Heim, in Zusammensetzungen bei Ortsnamen auch I4emund 4nn (wie Hildesem statt Hildeöhcim), heißt: Haus,Wohnung, Hcimathi es würde also Ordeslrem oderOrdessen, d. i. Eckort, eine wörtliche deutsche Ucber-setzung des wendischen sein.
Vielleicht ist dies alles zusammengekommen, um nicht alleinder Form Ordessen, zusammengezogen Ordsen, Ordnen,Ortnen, für die berühmtesten Familienglieder alter Zeit Eingangzu verschaffen, sondern auch das Wvrtchcn von (de) vor demNamen einzuführen, obgleich die Formen noch lange schwankten.Trotz dieser nicht unbedeutenden Umstände muß man aber diewendische Geltung des Namens festhalten. Dies wird auch durchdie historische Entwickelung des Namens bestärkt, derenElement dennoch mehr ein wendisches, als ein deutsches ist.
Die Formen des Namens in den ersten hundert Jahrender urkundlichen Nennung sind nämlich folgende:
1192 Istrin, 129» de Orit?., 1269 de Ordessen,
1298 llurin, 1271 de Ort?., 1270 de Orlnen,
1314 Ortsise, 1327 Orene, 1283 de Ordnen,1345 van Unrse, 1394 de Oritne, 1284 de Oreen,1359 de Wurnen, 1398 de Oritnen, 1318 de Oetnen,
Die Formen der ersten Reihe: Orin, Ilurin, Ortlrse,llurse und Hers«, VVurnen kommen nur ein Mal vor. Hänfiger ist im Anfange des 14. Jahrh, die Form Orin und Oriln,noch häufiger die Form Oritne; der werlcschc Knappe Nicolaus I.heißt wiederholt Orii?. und die Glieder der stargardischen und