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bracht, und welche bereit war, zu spielen. Der Graf vonDammartin beschäftigte sich Tag und Nacht mir den Mittelnzu Erhaltung des bedrohten Thurmes. Er ließ ihn mit gro-ßen Ketten umhängen, welche als Stützen dienen sollten; aufder Hohe derselben, ungefähr auf der Mitte des Schlosses,ward eine Art Plattform angebracht, von der aus man derBresche zueilen konnte, sobald der Thurm Gefahr lief, umge-stürzt zu werden. In dem nämlichen Augenblicke, wo dieKaiserlichen ihr Feuer in die Mine legten, stand der Graf amFuße des Thurmes, wo er die Gegenminen graben ließ. Dabegruben den ritterlichen Degen die Ruinen. Ihm folgte dieallgemeine Traner des Heeres und des Landes. Der Konigehrte, durch Beschütznng der Kinder und reiche Wohlthaten,die er denselben spendete, sein Andenken.
Nachdem der Thurm gefallen, gab Nassau das Zeichenzum dritten Sturm. Vier Fähnleins Fußvolk drangen mirUngestüm durch die Bresche; die bestürzten Franzosen began-nen zu weichen, aber bald kehrte» ihnen Muth und Besinnungwieder. Moycucvurt, mit 50—40 Bewaffneten, eilte herbeiund ließ auf die Stürmenden eine so mörderische Ladung gie-ßen, daß sie wohl über 200 Mann theils auf der Bresche,theils in den Gräben verloren. Die zerbröckelten Körper meh-rerer tapfern Offiziere wurden aus den Trümmern hervorge-zogen und entflammten nur um so heißer den Muth des Strei-tes und das Gefühl der Rache.
Nassau jedoch, selbst durch dieses dritte Mißlingen uuer-schüttert, ordnete Tags darauf, am Feste von Maria Geburt,einen vierten Sturm an. Alles, was vom Thurme noch übrigstand, wurde durch das Geschütz niedergeschmettert; mörderi-scher als je wüthete es unter den Reihen der Franzosen undden Wohnungen der Stadt; aber auch dicßmal trieben dieBelagerten den Angriff zurück. Dreihundert Landsknechte undviele Tapfere von andern Waffengattungen lagen zerrissen aufder Wahlsiatt. Die Kaiserlichen gaben nun den letzten Ab-