Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
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zehn Pfund Pulver und geleitete sie mit nicht mehr als 2ttttPferden bis a» den Bord der Sümpfe von Pcronnc. Zugleichhatte er die List gebraucht, alle Trompeter seines Heeres mit-zunehmen. Alsbald nach seiner Ankunft in die Nahe derStadt ließ er dieselben von verschiedenen Seiten her aus allerMacht blasen. Hierüber entstand allgemeiner Allarm im kai-serlichen Heere; alles rannte seinen Posten zu, und die beidenFeldherren, Nassau und Rocur, gaben das Zeichen zur Schlacht.Allein wahrend dieses Lärms und Getümmels waren die Ar-kcbusicrc von Hamm, geführt von dem vorerwähnten Soldaten,welcher die Botschaft gebracht, glücklich durch die Sümpfe undbis zum Graben gekommen, von wo aus man sie in dieStadt einließ. Die beiden Grafen erfuhren nichts hievon bisTages-Anbruch, und konnten auch jetzt die Zahl der Truppennicht berechnen, welche als Verstärkung sich in Pcronnc ge-worfen. Alles, was sie thun konnten, bestand darin, daß sieeinige Haufen Reiter zu Verfolgung des Herzogs sendeten,welcher jedoch seinen Rückzug in so guter Ordnung bewerkstel-ligte, daß seine Gegner ihm nichts anzuhaben vermochten.

Graf Heinrich gab auch jetzt die Hoffnung nicht auf,Meister der Stadt zu werden. Er schickte am 4. Septembereinen Trompeter an den Marschall und ließ ihm bedeuten: ermöge endlich seine Hartnäckigkeit fahren lassen und Peronneübergeben; in diesem Falle gewährleiste er Jedermann völligeSicherheit der Person und des Eigenthums, im entgegenge-setzten werde die Stadt geplündert und an allen vier Eckenangezündet, auch die ganze Besatzung, ohne Unterschied derPerson und des Ranges, gctödtet werden. Der Marschallerwiederte: er habe auf keine Vorschläge von Ergebung gehört,als ihm bereits das Pulver gemangelt; wie könne man glau-be», daß er jetzt, wo er alles erhalten habe, dessen er bedürf-tig gewesen, darauf eingehen werde? Auf dieses gab der GrafBefehl, des folgenden Tages Feuer in eine neue Mine zu le-gen, welche die Belagerer unterhalb des Schloßthurmes ange-