schicdsgruß und bereiteten sich zu einem fünften Sturme, wel-cher über das Schicksal des Ganzen entscheiden sollte. Alleinmit 10 Uhr Abends horte das Feuer aus, die bereits wiederangestellten Leitern verschwanden, und eine ungeheure Flamme,welche aus dem selbstangezündcten Lager und allen Häusernin der Runde emporstieg, zeigte den Franzosen den Rückzugdes grimmigen Feindes und das Ende ihrer Leiden an. GrafHeinrich, an der Spitze seiner Landsknechte, hatte den Wegnach Arras, der Graf von Rocur, mit den Flamändcrn, je-nen nach Cambrai eingeschlagen; die Lüttichcr, nebst den Trup-pen der Grafschaft Namur, zogen in der Richtung von Ba-zaume weiter. Der König stellte ans die fröhliche Nachrichteine Reihe von Dank- und Freudenfesten an; doch gab er denPlan auf mit dem Heere, an das dessen Spitze er selbst, zumEntsatzc von Pcronne sich stellen gewollt, die Kaiserlichen wei-ter zu verfolgen, welche denn auch glücklich und ohne Verlustdas Gebirge gewannen
Der kriegerische Lorbeer, welchen Graf Heinrich bei mehrals einem Anlasse während dieses blutigen Fcldznges errungen,stellt sich bei näherer Betrachtung allerdings als ein sehr zwei-deutiger dar, denn die Gefühle der Humanität wurden allzusehr und allzu häufig verletzt, und das Auge wendet sich abvon den cckelhaftcn Gemälden rohen Würgcns und Brennensmitten in einer Zeit, wie die der Reformation, wo die größtenIdeen in beiden Lagern die Geister bewegten. Allein nicht nurdaß die Schilderungen, welche davon auf uns gekommen, meistvon feindlicher Hand herrühren, und die allzu starke Färbungeine leidenschaftliche Absicht verräth; so muß wohl erwo-gen werden, daß die Franzosen ihrerseits Wicdcrvcrgcltung
-) Vergleiche tli5toloo u« ta 1-rancc. — Vie
cle ?r>inhc>i5 l. — vanict,- ltistoire cle I» v'i -anct.'. — Vorallen aber : iiia,-üc (V.) in verschiedenen Kapiteln.