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3 (1833)
Entstehung
Seite
144
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damals ein sehr feines Spiel; sie erklärten sich durchaus fürden Frieden, jedoch einzig und allein für den von Tours,welcher ihnen genüge, und sie wollten von Nassau durchauskeine Aenderung in den Behörden vorgenommen wissen 'H.Dadurch behielten sie Einfluß und Macht, während sie heim-lich doch mit dem Grafen zusammenhingen. Dieser, in sichererUeberzeugung, bald von Gent Meister zu werden, brach miteinem Theil seines Lagers auf und versuchte einen Angriff aufNevcl, welcher jedoch mißglückte.

Unaufhörliche Regengüsse hatten während mehreren Wo-chen das Land so sehr übtrschwcmmt, daß dadurch die größteNoth für die Bewohner entstand, um so mehr, da Eleve dieMeerfahrt und die Zufuhr auf den Vinncnwasscrn rings ge-sperrt hielt. Um dieß zu verhindern, reiste der Prinz vonChimay nach Sluys mit Aufträgen des Herzogs, welcher ingleicher Absicht auch an Engclbrccht geschrieben. Allein HerrPhilipp, welcher für und für im Lande Flandern wirthschaftete,als wäre es sein eigenes, und welcher weder den VerträgenTreue, noch seinen Herrschern Gehorsam je bewahrte, weigertesich diesen Aufforderungen zu genügen, ehe ein allgemeinerFriede geschlossen wäre, zu dem er jedoch fortwährend sichbereit erklärte.

Mittlerweile — das Jahr war bereits angebrochen— begab es sich zu Gent, daß der Großvogt Jan van Pouckc,ein Anhänger der Fricdenspartci, seine Gesinnungen mit Ge-walt durchzusetzen hoffte und bei Gelegenheit einer öffentlichenProzession den Marktplatz mit Bewaffneten füllte. Jan Cvp-pcnollc, eifersüchtig auf ein Unternehmen, dessen Gewinn ersich selbst zueignen wollte, gab sich die Miene, als gehöre erzu den Gegnern des Friedens, hielt dem Bailli Widerpart,überwältigte ihn, und ließ ihn ohne weitcrs zum Tode führen,nachdem man durch Martern einer Folter, wie sie damals

*) Ost rv van le.isz.iuv nist eo Pilsen vei'bkileli vvesen.