welchen S000 Mann für lange Zeit sich halten konnten. DieGcnter haben in der Folge sich mit den Juden unter Nche-mias, und die Königlichen mit den Samaritern, bei Anlaßdes Wiederaufbaues von Jerusalem, zusammengestellt; aller-dings ein etwas einfältiger und hinkender Vergleich in jederBeziehung.
Am lä. des Augusts stand der Graf mit dem größtenTheil seiner Hcermacht in der Nähe von Gent und gedachtediese Stadt, itnt Hülfe geheimer Einverständnisse, zumal derCopenvllc, zu überrumpeln. Bei dem Porccllenthor sollte derHauptstrcich ausgeführt werden und alle Anstalten warenbereits getroffen; aber das Geheimniß ward an die Gcnterverrathen und sie trafen Gegcnanstalten. Sie richteten ihrgesammtcs Grvbgcschütz auf das feindliche Lager und unter-nahmen in Masse einen so furchtbaren Ausfall, daß sie En-gclbrcchts Truppen zur Flucht zwangen und der Graf selbstnicht geringen Gefahren an diesem Tage sich preis gab.
Nachdem er in Brügge, wo die getreuen Bürger nichtsdesto weniger den ehrenvollsten Empfang ihm bereitet, ver-schiedene Anordnungen hinsichtlich der Behörden getroffen, setzteder Unermüdliche sich alsbald wieder zu Pferde und zog miteiner Abtheilung Volk vor Lichtcrvcld, welches Jakob vonHeule, zu Handen des Herzogs, an Philipp von Eleve über-liefert, und dieser letztere durch seine Leute wohlverwahrt hatte.Bald ward Bresche in das Kastell geschossen und am zweitenTag so heftig gestürmt, daß die Belagerten es übergaben.Für die Slnyser war dieß ein empfindlicher Schlag, dennEugclbrecht war nun mehr als zuvor im Stande, denselbendie Zufuhr abzuschneiden. Eleve dachte daher auf Wicder-eroberung und sendete 800 Mann, trefflich bewaffnet, ab,welche mit Hülfe Gents den Schaden gut machen sollten.Allein in dieser Stadt wüthete bereits die Zwietracht vonNeuem: die eine Partei war ffür den Frieden, die andereverwarf trotzig alle Ausgleichung. Die Coppenolle spielten