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1 (1831)
Entstehung
Seite
288
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Viertes Kapitel.

Gerlach von Nassau, Erzbischof zu Mainz, von derBesitznahme der Chur bis zu seinem Tode.

er Erzbischof kam den eingegangenen Verpflichtungenziemlich getreu nach; besonders auch ließ er sich die Aus-söhnung mit dem Hause Hessen angelegen seyn; sein Bru-der, Graf Hans von Nassau, die Grafen Heinrich vonHohenstein und Wittgenstcin, so wie die Herren Heiden-reich von Elkershausen, Simon von Hohenbcrg und Ste-phan von Schartenberg, übernahmen das Geschäft derVermittlung zwischen ihm und den Landgrafen Heinrichund Otto; auch kam mit den Markgrafen von Meißen,Friedrich und Balthasar, noch in demselben Jahr einSchutz- und Trutzbündniß zu Stande.

Ein anderer wichtiger Gegenstand seiner Sorgfalt wardie Herstellung der öffentlichen Sicherheit und die Befesti-gung des Vertrauens im Wandel und Verkehr durch dasLand. Er traf hiezu mit den Prälaten von Köln und Triergemeinsame Maßregeln, welche von allgemeiner Anerken-nung und Dankbarkeit begleitet waren.

Man verbürgte fortan von der steinernen Brücke beiMainz bis Neuß und auf beiden Seiten des Rheins vomUfer landeinwärts vier Meilen weit Freigeleite für geist-liche und weltliche Personen. Die drei Fürsten verhießensich ferner wechselseitigen Beistand gegen jeden Augriff,