Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
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«nd mit den Nassau-Hadamars und mit den Wittgenstcinsschloß er Verträge für zu lieferndes Kriegsvolks. DieNassauer leisteten ihm auch in der That ihren eifrigstenBeistand, da sie in der Sache ihres Vetters eine gemein-same Partei- und Ehrensache der Gesammtfamilic ersahen. (°)Es scheint, daß Gerlach im Jahre 1349, um die Zeit,wo damals Karl IV. in Mainz sich aufhielt, zum ersten-mal daselbst eingelassen worden sey; wenigstens konnte er,was doch damals geschah, keine Zusichcrungen, Privile-gien und Gnaden ertheilen, wenn das Volk sich nicht zu-vor zu deren Annahme bereit erzeigt hatte. Merkwürdiggenug erlaubte er den Bürgern nunmehr auch, den ver-haßten Zwing, das Kastell am jenseitigen Rheinufer, vottGrund aus zu zerstören. Auf den Beistand des Königsmit Sicherheit hoffend, und durch erneuerte Versprechenzu Mainz desselben vergewissert, mußte er sich seltsamdurch die Nachricht von dem Vergleiche Karls mit Hein-rich von Virnebnrg betroffen fühlen, der ungefähr in die-selbe Zeit fiel und gerade das Gegentheil von demjenigenenthielt, was zwischen ihm und dem Könige ausgemachtworden war. (°)

Auf die Unterhandlungen mit Mainz folgten ähnlichemit Erfurt. Er verhieß den Bürgern für die blutige undfurchtbare Verfolgung, welche sie wider die Juden aus-geübt, vollkommene Amnestie und den unverkümmertenBesitz all jeuer Güter, welche sie von den Erschlagenenan sich gerissen; dafür erboten sich die Erfurter, die bis-her von dem unglücklichen Volke an das Erzstift entrichtete

t') Manches Nähere darüber soll, damit wir die Sache nichtzweimal zu erzählen genöthigt werden, in der Geschichte der»assauisch-ottonischen Linie folgen.

(') hliro certö inzenio — ruft Joannis mit Recht aus.