Peter zuerst in Basel Bischof, sodann durch den lnrcm-burg'schen Einfluß in Mainz Erzbischof. Zur Dankbarkeithicfür setzte er den Sohn seines Freundes, Balduin, inTrier als Erzbischof durch. Fortan leiteten beide Prälaten,gemeinsam mit Graf Heinrich, alle Angelegenheiten amRheine und im Reich. Denn Balduin und Peter vollende-ten ihr Werk, und brachten auch die Wahl und Krönungihres Bruders und Freundes zumKaiser der Teutschen durch.
Es gelang ihnen nicht, nach Heinrichs Vll. allzufrühemTode, dessen Sohn, den blinden König Johann von Böh-,men, als Nachfolger aufzudringen; daher beschränkte sichihre Aufgabe dahin, die Habsburger von der teutschenKrone auszuschließen und die pfalzgräflichen Gebrüder,Ludcwig und Rudolf, unter sich zu entzweien. Die lurcm-burg'sche Partei setzte auch in der That die Wahl HerzogsLudewig durch, und stürzte durch ihr zweideutiges SystemTeutschland in einen furchtbaren Bürgerkrieg.
Nachdem sie den einen Zweck erreicht, wollte sie auchden andern durchsetzen, nämlich die nassau'sche Partei zu-gleich dadurch am Rheine schwächen, indem diese, dieBlutrache für K. Adolf verleugnend, mit Österreich sichausgesöhnt und Herzog Friedrichs Interessen sich ange-schlossen hatte, auch mit Rudolfen von der Pfalz, Schwa-ger G. Gcrlachs, verwandt war. Die Luxemburger unter-stützten daher den neugewählten Kaiser kräftig, und Lude-wig der Baier fiel alsbald nach seiner Krönung in dienassau'schen und pfälzischen Lande zugleich ein, belagerteG. Gerlach in Wiesbaden, durchzog siegreich alle dieStädte am Rhein und vertrieb seinen Bruder, den Pfalz-grafcn, wie oben in den Lcbensumrissen der Kinder K.Adolfs schon gemeldet worden ist.
Das steigende Glück K. Ludewigs, welcher die Kroneauf seinem Haupte befestigt, Brandenburg an sein Haus