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1 (1831)
Entstehung
Seite
272
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gebracht, durch Margarethe von Holland neue Erbaus-sichtcn auf die Niederlande erworben, mit seinem FeindeÖsterreich sich versöhnt und in Italien ein entscheidendesÜbergewicht erhalten hatte, reizte wider ihn zwei äußereFeinde, den Pabst und Frankreich, und zwei innere, Trierund Böhmen. Die Luxemburger sannen fortan auf desBaicrn Demüthigung und Untergang.

Dieser Wechsel der Politik hatte auch auf das Systemin den Churfürstenthümern am Rheine wesentliche Rück-wirkungen. Der sterbende Peter lenkte die Wahl des Dom-kapitels von Mainz auf Balduin zu Trier als Nachfolger;aber dieser lehnte staatsklug die Ehre ab und setzte, ein-verstanden hierin mit dem Pabste, ein ihm blind ergebe-nes Geschöpf, Mathias von Buche, als Erzbischof ein;er herrschte sofort unter dem Namen desselben auch zuMainz. Acht Jahre darauf starb der bevormundete Prälatund die Domherren vereinigten ihre Stimmen noch einmalauf Balduin.

Dagegen erhob die uassau'sche Partei mit Macht ihreStimme; sie behauptete, es sey weder schicklich, nochrecht, daß ein Einziger zwei Erzbisthümer zugleich ver-walte. Es ward daher Heinrich von Mrneburg statt sei-ner gewählt, ein kluger und tüchtiger Fürst, aber stetsunter dem Einfluß der Luxemburger. Derselbe, unterstütztvon diesen Letztern, machte alle alten Rechte und Ansprüchebestens geltend. Allein die luremburg'sche Partei, derenMacht von Böhmen her allzu schwer auf das Reich drückte,verlor nach und nach viele ihrer alten Anhänger und dieuassau'sche stieg wieder zu Mainz und am Rheine. DieSysteme und die Rollen änderten, und Heinrich III. vonVirncburg wurde eifriger Anhänger des Kaisers, welchervon der lästigen Kuratel seiner bisherigen Beschützer ihnbefreite und über deren Absichten die Augen ihm öffnete.