Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
219
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Verwundete von dem Herzog — wie Mehrere behaupten —selbst, oder von dessen Leuten, auf seinen Befehl, oder inseiner Gegenwart, mittelst Stiche durch den Hals ertöd-tet. Der Herzog hat in der Folge solches geläugnet, aberdie öffentliche Meinung und fast alle Geschichtschreiber habeneinmüthig behauptet, daß Albrecht seinen Feind selbst er-schlagen; ja einige, daß er mit Fleiß zu diesem Zweck ihnaufgesucht, und auf jeden Fall seine Ertödtung beschlosseneSache schon vor dem Anfang der Schlacht gewesen. Mitdes Königes Tod kam allgemeine Verwirrung und Ent-muthigung unter sein Heer, welches übrigens mehr durchVerlust von Pferden, als von Menschen geschwächt war.Viele edle Ritter, darunter Adolfs Sohn, Ruprecht, derGraf von Katzenellenbogen und sechzig andere Grafenmit ihm, wurden gefangen. Eine Menge edler Herreu undgemeinen Volkes erstickte im Harnisch, überwältigt vonder doppelten Hitze des Streites und der Sonne. Diebaierischen Herzöge, der eine schwer verwundet, flohennach Worms und gelangten, nicht ohne große Gefahr,nach Heidelberg. (9

(') Die Reimchronik enthält folgende Beschreibung der Katastrophe:

Da entgegen kamen mit je Rotte

Der Pfaligraf und Hcrczog Otte,

Die huben an der Zeit

Gegen ainandcr den Streit

Und chamcn gclcich

Gegen einander so hurttlcich,

Daz sp darumb sind noch Lobes wert.

Und dc Kunig Adolff die Swcrt

Da hell klingen hört.

Do sprach er an dem Wort

Zu den, d» peu im warn :

Wie die Payr gcxarn

Gegen irm Ohaim den Charner !

Wie listsam das wer