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1 (1831)
Entstehung
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zeiget itztund, wer ihr seyd, und schafft, daß ich durcheucre Tapferkeit siegen möge.« (')

Der Herzog und der Bischof von Straßburg ritten ih-rem Heere voran; letzterer hielt ebenfalls noch eine kurzeAnrede an dasselbe; er erinnerte die Ritter, daß jedermannsich selber und sein Geschlecht durch tapfere Thaten ehrenmüsse; die Gemeinen sprach er von aller Sünde und Höl-lcnstrafe frei, so sie im Kampfe für das Recht fallen wür-den. Und als nun jedermanns Sinn zu Mannhcit ge-stärkt war, hub der Gotteskaplan mit lauter Stimme denSchlachtruf an : »Sant Marey Mutter!«

Andererseits fachte auch der Erzbischof von Trier denMuth der Königlichen noch einmal durch ähnliche Worteund Gründe, wie sein Kollege von Straßburg, an, underklärte, jeder, der mit Albrecht von Österreich stritte,verletze Gewissen und Recht. Ein Hauptunglück des Ta-ges war, daß bei der versengenden Hitze, die auf Men-schen und Thiere gleich sehr drückte, die Königlichen ge-rade die Sonne im Gesichte hatten.

Die Baiern begannen die Schlacht durch einen heftigenAngriff auf die Kärnthncr und Steicrmärker. Als Adolfdie Schwerter klirren und den Streit sich entbrennen hör-te, da rief er freudetrunken zu den Umstehenden aus : «Eyseht, wie weidlich die Baiern ihrem Oheim von Kärnthenzusetzen; wahrlich, es isteinc Lust, zu hören und zu schauen,wie sie ihre Hiebe führen.« Da erfaßte ihn eine ungcmeineWollust, mitten in's Gedräng sich zu stürzen und den Erb-feind seines Lebens und Ruhmes aufzusuchen! Die Sei-uigen strebten vergebens ihn zurück zu halten, er gab sei-nem Rosse die Sporen, den Haupthclm an einer Kette

(') Sigm. v. Birken. Spiegel der Ehren des Crzhauses Öster-reich. II. B. 7. Kap.