gegen meine Erblande verübt, mit gerechter Rache zn be-gegnen. Aber ich habe es nicht thun wollen, weil er meinHerr und unser König gewesen. Nun ich aber durch eineordentliche Wahl, welche Gottes Stimme ist, ihm zumHerrn gesetzt und ihn zu strafen befugt worden, ist meinesAmtes, das Reich von seiner Tyrannei zu erlösen. Di-eKönigreiche sind Geschenke göttlicher Vorse-hung, und werden nicht mit dem Schwert er-fochten, sie müssen aber damit unterstützt wer-den. Es kränkt mich, daß wir heute entweder sterben,oder, was ja so traurig ist, todten müssen. Hätte manvon meinem Vater gleich seinen Nachfolger an-genommen, so wäre es nicht zu diesem Kriegekommen. Ich will mir selber keine Verdienste zueignen.Es braucht auch nicht der Erzählung hoher Tugenden zurVergfeichung mir Adolf, dessen Laster jedermann bekanntsind. Er denkt jetzt schon darauf, wie er, wann er euchüberwunden, eucre Weiber und Töchter schänden, wie erKirchen und Klöster berauben, wie er die RcichSlande zuseinem Eigenthum machen, wie er diejenigen grausamlichhinrichten wolle, die ihm solches zu wehren gewillt sind.Diese Ubelthaten achtet er für Freiheiten eines Königs,davon er zwar die Wollust, aber das ganze Reich nichtnur die Schande, sondern auch den Schaden hat. Ob ihrdie gemeine Wohlfahrt auch nicht beachtet, so bitten euchdoch enere Weiber und Kinder, ja eucre Hänser und Gü-ter schreien euch an, daß ihr den nicht länger regierenlasset, der sich selbst nicht regieren kann, und von denboshaftigsten Leuten sich regieren läßt, die euch mit Brand,Raub und Mord dräuen. Liebet ihr nun die Eurigen unddas Euere, liebet ihr Ehre und Tugend, liebet ihr dasgemeine Vaterland und mich, eucrn erwählten König, so
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