Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
212
Einzelbild herunterladen
 

und foderte die getreuen Fürsten und Edlen, welche beiihm verharrt, zu mannhaftem Beistand auf. Der Herzog,den die Mainzer nach gesättigter Rache wiederum verlas-sen, machte allerlei Hin- und Herzüge, ungewiß, was erzuerst zu unternehmen, zuerst zu vermeiden hatte. Er sandteden Ulrich von Wels auf Kundschaft aus und erfuhr desKönigs ungeduldigen Sinn nach heißem Kampfe mit ihm,und daß er seine Bewegungen als Flucht ausdeute. Diesbestimmte Albrechtcn, mit mehr Klugheit, als sein Geg-ner, zu verfahren und der ärgsten Hitze desselben auszu-weichen.

Der König täuschte sich über ihn und ertrug nur mitMühe den Aufschub, welchen seine Vertrauten ihm anrie-then. Mehrcrc derselben baten ihn, nur alles, ja keineFeigheit bei dem Herzog vorauszusetzen; wenn je ein tapfe-rer Degen unter den Fürsten erfunden werde, welcher Lebenund Gut auf das Spiel zu setzen fähig, so sey es dervon Osterreich. Sie wünschten, daß er wenigstens dreiTage noch abwarte, binnen welcher Zeit zahlreiches Volkans den Städten kommen dürfte, ja wohl an die 10,009Mann. Allein Adolf rief ans : »Wer mein Gebot erfüllenwill, der säume nicht länger. Ich muß zur Stunde inden Streit mir dem von Österreich.« Darauf bemerkten dieAndern : »»sey es, wenn es nicht anders seyn kann; alleindas Spiel ist ungleich und wird zu unserem und eueremSchaden ausgchn. Der von Österreich zieht mit einem über-aus großen Heer an; er zieht an, nur euch selbst zu ver-derben/nicht etwa blos ein Stück Land zu erobern, wel-ches zum Reiche gehört. Der Herzog hat alles für sich,gewinnt er, so behält er Ehre und Gewalt, die man ihmbereits angetragen; verliert ihr aber, so verliert ihr mitdem Siege auch das Leben.«« Der König blieb unerschüt-