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gen worden. Der Herzog sprach : »Das sey mir Gott ge-holfen! Da der von Nassau mit Recht um seiner Vergehenwillen der Krone beraubt und ich an das Reich gewähltworden, so ist es billig, daß auch ich das mcinige thue,um Gottes Willen und der Fürsten Gebot zu ehren. Michsoll zu Behauptung des Geschehenen keine Arbeit ver-drießen!« Also empfing er das Reich.
Als die Mähre hievon in seinem Lager bekannt worden,erhob sich großes Freudengeschrei, und kriegerischer Grußwiderhallte allenthalben. Der Herzog heuchelte zu gleicherZeit bescheidenen Sinn und Bewußtseyn der neuen Würde.Er erklärte den umstehenden Großen und Führern : »Ichbin von Österreich hergekommen, im Gehorsam des Reichesund dessen, der es früher verwaltet, und obgleich er ge-gen mich im Feld gelegen, so war ich ihm doch als mei-nem Herrn gewichen. Allein seit ich nun sein Herre bin,so steht mein Sinn darauf, ihn aufzusuchen und mit ihmzu streiten, sobald ich sein ansichtig werde; und fürwahrich werd' ihm nicht wieder weichen.«
Albrecht empfing darauf die Glückwünsche der StädteStraßburg und Mainz, so wie ihre Bitten, daß der Kö-nig sich der Noth und Pein erbarmen möge, welche derPfalzgraf ihren Kaufleuten längs dem Rhein auflege, sowie gegen die Räubereien sie schirme, welche die Straßenverunsicherten. Albrecht versprach baldige Abhülfe und hießsie ihm nach Allzey folgen. Des folgenden Tages <.24. Juni)brach er wirklich dahin auf, eroberte und zerstörte dieStadt.
Adolf befand sich um diese Zeit fortwährend in seinemLager vor Egisheim und Ruffach, welche letztere Orte erseit seinem Rheinübergang bei Breisach mit großer An-strengung belagert. Als er die That an Allzey vernommen,beschloß er den Widerpart ohne Säumm'ß zu züchtigen,.