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1 (1831)
Entstehung
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und Hochverrath prangen dabei oben an. Gewiß, der Bi-schof von Mainz soll mich noch rüstig gegen ihn erfinden!«

Der Marschall, zitternd, antwortete : »'Herr, ich werdenicht wieder zu Euch kommen. Auch will ich keinem vondenen, die mich hieber gesandt, den Inhalt Euerer Redeverschweigen!« Diese Erklärung sicherte ihm Leben undRückreise. Allein der Bote hütete sich wohl, die Ehrenzeug-nisse den betreffenden Fürsten zu überbringen, so wie sieder König ausgestellt, und er begnügte sich, ibnen zu mel-den, daß Adolf sich bitter genug mit Worten gegen siegerochen.

Mittlerweile war der andere Herold in das Lager Her-zog Albrechts geritten; derselbe mußte erst aus dem Schlafegeweckt werden, um die freudenreiche Botschaft zu erfah-ren, welche die Erhörung seiner heißen Wünsche enthielt.

«Herr von Österreich — sprach der Marschall mit feier-licher Würde — die Fürsten haben Euch das Reich in dieHand gegeben mit diesem Wahrzeichen; dabei überreichteer ihm die Fahne. Der Herzog sah still vor sich hin, ernstund nachdenkend; es war, als ob ein Gefühl der Schamund des Unrechts, oder eine Ahnung künftiger Geschickeihn ergriffen. Der Marschall nahm abermals das Wortund sagte : «Werther Fürst, auserkoren, Ihr sollt Euchfreuen des Geschenkes, das man Euch hier darbietet; nochnie ist einem Fürsten so cinmüthig das Reich verliehenworden, als Ihr es nun gewonnen. Und nun brach Al-brecht sein Schweigen : »Sagt an, wie steht es um den,der das Reich früher und bis zu diesem Tage gepflegt?Mit welchen Sachen ist er davon geschieden oder getriebenworden?« Da las der Marschall ihm die Verhandlungendes Fürstcntagcs vor, und wie Adolf um der Schuldwillen, die auf ihm gelegen, des Reiches mit Fug entsetztund dasselbe dem zu Österreich in seinen Schirm übertra-