Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
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mit einer fein ausgedrehten Rede auf, deren Hauptinhaltnachstehender war :

»Vor sechs Jahren hatten die Churfürsten und unterdenselben drei der hier anwesenden, bei Erledigung desrömischen Königsthrones den Grafen Adolf von Nassauauf eine den geistlichen und weltlichen Gesetzen entsprechendeWeise an das Reich gewählt, deßhalb, weil sie zu jenerZeit keinen Tanglichern gefunden. Nach seiner Erwählungbenahm sich Adolf mit Klugheit; er horchte auf den Rathder Fürsten und ehrte die Vorschläge besonnener Männer.Allein nach kurzer Zeit änderte sich sein Sinn; er verach-tete die Weisen und folgte blos den Tumben. Seinen Rc-gierungsbcruf vernachläßigte er ganz. Die Churfürsten,als sie solches wahrgenommen, zeigten eö dem Pabste anund baten ihn um sein Ansehen zur Entsetzung des Königsund zur Vornahme einer neuen Wahl. (°) Da dieses An-sehen nun den Churherren anvertraut ist, so fühlen sichdieselben veranlaßt, den König, welcher ihnen ferner un-tauglich scheint, seiner Würde zu entsetzen, den HerzogAlbrecht von Österreich zum römischen Könige zu ernennen 'und kraft der ihnen anvertrauten Gewalt in dieser Eigen-schaft zu bestätigen. (I

(') Diese förmliche Anerkennung der Oberhoheit des Pabstes überdie Majestät deS Kaiserlhums ist empörend. Merkwürdig ge-nug fügt jedoch der Prälat die Antwort nicht bei, die derPabst darauf gegeben, sondern läßt seine Zustimmung blosvermuthen.

(') Vgl. Sigm. v. Birken's Sp. der Ehren. Diese tumultua-rische Art, den Nachfolger als gewählt hinzustellen, noch eheüber den Vorfahr nur gerichtet und ehe eine Wahl in dergesetzlichen Form vorgenommen war, gehört zunt charakteristi-schen Ganzen dieser Verschwörunzs-Geschichte.