Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
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len. Die Erhebung Jdsteins, einer neubegründeten Stadt,prangte hierin oben an.

Die Spannung zwischen den beiden Vettern nahm täg-lich zu, und als noch Adolf die Kühnheit hatte, dem Prä-laten geradezu die Gelder zu versagen, welche er ihm einstin einer schwachen Stunde zugesichert, da entbrannte derZorn Gcbhards zu Heller Lohe. Es war auf einer gemein-schaftlichen Jagd, daß die Federung erneuert und versagtworden. Es griff der von Mainz heftig an sein Hüfthornund rief nicht ohne schneidenden Hohn : »Aus diesem Hörnekann ich, wenn es seyn muß, einen andern König bla-sen. (')

Gleichwohl bezwäng der Listige für diesmal noch seinGefühl und verschloß die Gedanken der Rache in seinemInnern und in weniger Freunde Brust. Ja er ließ sichsogar zu Frankfurt noch einmal das Umgeld von Adolfurkundlich versetzen. Doch arbeitete er bereits im Ge-heimen von dieser Stunde an, wo das ausgesprocheneWort den Abgang der alten Freundschaft und des frü-hern Verständnisses allzudeutlich verrathen, am SturzeNassau's.

Das vorzüglichste Werkzeug seines Racheplans war dervon ihm einst so tief beleidigte Herzog Albrecht zu Öster-reich; oder vielmehr beide Gegner begegneten oder benutz-ten sich gegenseitig zu Verwirklichung ihrer schlimmenGedanken. Beide setzten vorerst alle moralischen Hebelin Bewegung, um den König in der Meinung zu verder-ben. Der Kränkung, welche Albrecht dem Nassauer schonbei der Werbung um einen der Söhne des Herzogs für

(') Nach andern hat Gebhard diese Äußerung erst später, in Be-zug auf den K. Albrecht, gethan.