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brecht wurden endlich im Hasse wider den König ver-einiget.
Adolf hatte, wie wir schon früher gemeldet, das Pa-tronat seines Oheims und dessen Dienste bei der Wahldurch eine Reihe demüthigender Vergünstigungen auf Kostender königlichen Macht und der Reschseinheit bezahlt; seinritterlicher Stolz sträubte sich zwar gegen ein solches Sy-stem, aber er mußte ihn bis zum Momente der Erstarkunggebieterischen Umständen zum Opfer bringen. Dem Scheinenach heuchelte er deshalb sowohl dem von Mainz, alsden übrigen geistlichen Fürsten, die mit jenem in die Bc-schützerrolle sich getheilt, tiefe Verehrung und unbedingtesVertrauen, und er gab ihnen die Beute hin, welche ihreHabsucht und ihr Ehrgeiz foderten. Er hatte noch bei demmeißnischen Handel sich dem Rathe Gebhards gefügt, wie-wohl er seinen unlautern Sinn bereits damals erkannt.
Seit diesem Jahre aber hielt er in der Abrechnung mitdem Erzbischof sich für quitt, und begann in den öffent-lichen Angelegenheiten eine sclbstständigere Sprache zu re-den und aus eigener Bewegung ausschließlich fortan zuhandeln. Die Familienverbindungen mit ansehnlichen Für-stenhäusern erhöhten überdies sein Selbstgefühl. Dieser Sin-neswcchsel und die Gleichgültigkeit des Königs gegen ihrePerson war weder Gebharden, noch dem von Köln fremdgeblieben. Hiezu kam noch, daß er sowohl Geldsummen,die ersterer begehrt, nicht bezahlte, als auch mit Privile-gien inne hielt, auf welche sie mit Sicherheit gerechnetund für welche sie zum Theil auch Briefe hatten. DasHauptverbrechcn vor allen andern aber war, daß er dieStädte, wie allenthalben im Reich, also auch im Ge-biete von Mainz begünstigte. Mehrere derselben standenin des Erzhischofs persönlichem Haß: Grundes genug, umErbittermig gegen deren unerbetenesi Wohlthäter zu füh-I. 12