durch natürlicherweise verloren. Adolf, welcher geringeLust verspürte, durch Fortsetzung der Feindseligkeiten wi-der Philipp seine Kräfte zu Grunde zu richten, deren eranderwärts mehr als zu sehr bedürfte, war solcher Wen-dung der Dinge gar nicht unfroh. Die größte Gefahrdrohte nicht mehr von Frankreich her; der Verrath hatteim Innern des teutschen Reiches selbst sein vielköpfigesHaupt wider ibn erhoben; es galt, diesen nun um jedenPreis zu strafen und die Sehnen seiner Wirksamkeit ihmabzuschneiden, oder doch abzustumpfen.
Aber der König hatte sich in der Zcitstimmung und in sichselbst geirrt, und nur spat die große Verwandlung bemerkt,welche seit mehrcrn Jahren in den Gemüthern vorgegan-gen. Unaufhörlich waren seine alten Feinde beschäftigt ge-wesen , seinen Namen verhaßt, seinen Kredit schwach,seine Anhänger wankend zu machen. Die Seele dieser Be-wegungen war von Anfang au der zurückgesetzte HerzogAlbrecht von Österreich geblieben. Wie eine giftige Natterspritzte er für und für revolutionnaires Gift gegen dasOberhaupt seines Reiches aus; das Mißlingen der beidenFcldzüge, wider Thüringen und Frankreich, bildete dieGrundlage der nunmehrigen Unternehmungen und eineVerschwörung von unerhört treuloser Natur entwickeltesich immer mehr und mehr wider den rechtmäßigen König;oder vielmehr, der durchdachte Plan Albrechts zum Sturzedes Verhaßten, der gleich nach den ersten Monaten seinerKönigswahl entworfen worden, erhielt jetzt ein unmittel-bares Ziel, Sprache und Durchbruch.
Begebenheiten im Elsaß von ganz untergeordneter Artlieferten blos Veranlassung und Vorwand; aber in denGemüthern der Fürsten und in den Umtrieben des Erz-bischofs von Mainz lagen alle Elemente des Aufstandesvorbereitet. Der Fuchs und der Luchs, Gebhard und Al-