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ner war darauf entschlossen, eher das Äußerste zu wagen,als diesen Schimpf zu dulden; aber ein besonnener Mann,welcher viel über sse vermochte, rieth ihnen solche Thor-heit ab, in einem Augenblick, wo nichts mehr zu gewin-nen sey. Unwillig und schamvoll überlieferten sse also dieWaffen; und nun erklärte Adolf, daß jeder, der binnendrei Tagen sse nicht wiederlöse, schimpflich und streng be-handelt werden sollte.
Diese Drohung, an den Landgrafen zugleich mit derBitte um Beistand gemeldet, erregte bei diesem nicht we-nig Bestürzung und Verdruß. Er war von Geld völligentblößt und also außer Stande, Ranzione» nach Frcibcrgzu schicken; so ließ er denn Adolf durch Abgeordnete be-deuten , es sey eines Königes der Teutschen unwürdig,gegebenes Wort zu brechen; nun aber habe er seinen Waf-fenbrüdern sein Wort ehrenhafter Behandlung gegeben,als sse zur Überlieferung des Schlosses sich bestimmt.
Der König, welchen jedes Wort des verhaßten Friedrichnur in Zorn setzte, lachte mit bitterm Hohn über dieseVotschaft, und erklärte dem Landgrafen : er werde in derThat sein Wort halten, und alle die Männer der Bcsaz-zung ertödtcn, so das Geld nicht binnen der anberaumtenFrist herbeigeschafft würde. Der Landgraf, von Kummerüber das Loos i>er Scinigen erfüllt, verhieß statt der baa-ren Summe drei kostbare Städte, nämlich Grimma, Roch-litz und Lcisnitz (Lcißeneck), zu überantworten. Deß warder König froh und willig.
Die Gefangenen zogen also frei und lcdig aus; aber ibrAnblick erweckte dem edlen Friedrich bittere Thränen; dennnicht nnr gedachte er der theuern Opfer, die ihr Lebenihm gekostet, und des vereitelten Lohnes heldcnmüthigerAnstrengung während so langer Zeit, sondern ihn bewegteauch das Schicksal der beim Sturm auf die Stadt umge-