Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
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lung Kriegsvolk zu besetzen geeilt; leider war jedoch so-wohl diesem, als dem Könige, in den Örtlichkeitcn desLandes nicht bewandert, unbekannt geblieben, daß jenerBerg, in Folge früherer Arbeiten für Metallmincn, un-terhöhlt sey, und unterirdisch bequem sogar befahrenwerden könne. Kaum waren demnach die dahin beorder-ten Haufen auf seinem Gipfel angekommen, so entschüt-telte er sich, gleich als wäre er mit zum Verderben derLandesfeinde verschworen, der ungewöhnten Last, undverschlang den größten Theil rachcrisch in seinen dunkelnSchachten und Schlündcn, als in einem einzigen riesen-haften Bauch. Adolf, hoch erschrocken des seltsamen Zufalls,zog den Rest, welcher sich gerettet, wieder an sich. Ertröstete und stärkte die Entmuthigtcn, welche, nach demAberglauben der Zeit, ein Spiel unsichtbarer Geister wi-der sie aus diesem Zufall erahnt, und Kundschafter muß-ten sicherere Punkte zu Abstechung eines neuen Lagers undzum Beginn der Belagerung aussuchen.

Es fanden sich solche auf andern Anhöhen um die Stadt,und der König nahm eine äußerst feste Stellung ein, undschleuderte sofort eine ungewöhnliche Masse Steine widerdie Mauern Frcibergs, während zugleich von Zeit zu ZeitStürme unternommen wurden. Die Mauern wurden er-schüttert und gefährliche Breschen zeigten sich; allein dieBelagerten wußten gegen Steine und Stürme Rath, mit-telst Erbauung von Erdwällen und Pfahlwerken, wodurchsie die Wirkung des Geschosses schwächten und die Mauer-lücken reichlich ergänzten. Ein neuer Sturm, auf entgegen-gesetzter Seite der Stadt unternommen, fiel sebr unglück-lich für die Königlichen aus, und eine Menge von Leichenund Verstümmelten füllte den Graben.

Die Belagerung von Freibcrg dehnte sich außerordent-lich in die Länge; ja sie währte über ein Jahr lang, nicht