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Neuntes Kapitel.
Adolfs dritter Heerzug wider Friedrich den Gebis-senen. Unterwerfung des Landes und neuer Ab-fall. Philipps Unglück. Stand der englisch-fran-zösischen Affairen. Hessischer Vergleich u. s. w.
§)cr König, als er den Inhalt der Unterredung vonAltenburg vernommen, fühlte gegen die Landgräfischen,welche einer solchen Sprache sich erkühnt, mehr Erbitte-rung, als je, und er gedachte ihre Vernichtung oder Un-terwerfung doch noch zu erzwingen. Er kam also, nochim Jahre 1296, selber zum drittenmal nach jenen Gegen-den, und zwar wählte er sich die Markgrafschaft Meißenzum Schauplatz feiner Operationen aus. Zu Zwickau ra-stete er drei Tage, und lagerte darauf zunächst vor Frei-berg, einer der wichtigern Städte der Markgrafschaft. DerGewinn dieses Ortes schien ihm unzweifelhaft, und erwürde sich auch nicht in seiner Hoffnung getäuscht haben,wenn nicht besondere Umstände mit den Vertheidigungs-maßregeln der Bedrohten zu seinem Nachtheil hier sichvereinigt hätten.
Alsbald nämlich, nachdem Adolf die Ankunft des Rit-ters Nikolaus von Hangwitz, als bestallten Befehlshabersder Stadt, erfahren, hatte er einen Berg, welcher Frei-berg zu beherrschen schien, durch eine bedeutende Abthei-I. 11