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Die ersten Spuren von der Wirksamkeit dieses Phi-lipps zeigen sich an den Ufern der Elster; Zeitz undLeipzig fühlten seinen schweren Arm; das Sengen undBrennen wurde mit um so größerer Erbitterung fortge-setzt, als die Bewohner des Landes und die Kriegshau-fen der Markgrafen ihrerseits Hohn und Widerstand ver-doppelten.
Endlich, nicht weit von Pleißenburg, wo einige Trup-pen Friedrichs sich gelagert, gedachte Philipp einen Schlagauszuführen; der Landgraf entbot alsbald seinen BruderDiczmann zu schleuniger Verstärkung nach diesem Punkte,und rückte selbst schnellen Marsches bis Leipzig vor. Erbeklagte sich bei des Königs Feldherrn durch abgeschickteBoten über die greulichen Verwüstungen, so man neuer-dings angerichtet, so wie über den Umstand, daß manohne ritterliche Absage den Angriff auf sein Land erneuert.Der Graf, welcher meinte, daß das Oberhaupt des Reichesbei Bestrafung von Rebellen keiner Förmlichkeiten bedürfe,gerieth in einen furchtbaren Zorn über die Mittheilungender Boten, also daß er, wenn wir der Angabe trauen dür-fen, Befehl gab, sie zn foltern und zu todten. Blos Hermann(oder Albrecht) Kanut, einen, in Geschäften des jungenLandgrafS vielgebrauchten Mann, soll er zurückbehaltenund in geheimer Unterredung ihm bedeutet haben : seinHerr habe sich eines großen Verbrechens gegen den altenVater schuldig gemacht, seit drei Jahren ihn aufhörlichbekämpft und auch der letzten Reste seiner Herrschaft ihnzu berauben gesucht. Ein solches Verbrechen könne nichtunbestraft bleiben. Es würde daher für die Sache des Rech-tes, wie für das Beste des Landes ersprießlich seyn, wennman solch einen verworfenen Menschen entweder aus demWege schaffte oder lebendig ihm, zu Händen des Kö-