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ihre Stadt wieder aufzubauen. Er ordnete ihr Gemeinwe-sen nach seinem Sinn und bestallte den Herrn von Breu-berg zum Statthalter über das Land Thüringen; daraufkehrte er an den Rhein, mit einem Theile seiner Heermacht;den andern aber hatte er seinem Vetter und vorzüglichstenBefehlshaber, Philipp, anvertraut, welcher eine myste-riöse Person deshalb geworden ist, weil man seinen Na-men in der nassau'schen Gcschlechtreihe nicht findet, undsomit entweder über Familie oder Namen ein Irrthum inalle von ihm meldenden Zeitbücher einschlich. Am wahr-scheinlichsten bleibt, daß es ein Graf von Katzenelnbogenund Geschwisterkind des Königs gewesen. (')
(') Krem er und mehrere andere Schriftsteller bereits vor ihmhaben all ihren Scharfsinn und Aufwand von Gelehriamkcitan ihm und zu dem Ende versucht, daß er mit Namen undThaten zugleich aus der Geschichte verschwinde; allein der Um-stand, welchen wir schon oben berührt, daß verschiedene Chro-niken, welche die Ereignisse in Thüringen und Meißen be-schreiben, von ihm schweigen, und aus dem Untergang vielerfrüher» Berichte erklärt werden kann, ist noch nicht von derKraft, daß der Feldherr Philipp, welcher doch nicht so plötz-lich vom Himmel heruntergefallen seyn kann, und welchen,mit seinen sämmtlichen Thaten hinein zu lügen, kein vernünf-tiger Grund vorwalten kann, blos ein Held der PhantasieGiovanni Garzon's gewesen seyn soll. Alle von Kremer vorge-brachten Beweise bringen endlich doch nur das Resultat her-vor : daß die nassau'schen Genealogen ihn nirgendswo hineinzu schalten wissen (was hie und da auch mit andern, historisch-kvnstatirten Personen der Fall bei ihnen ist); deshalb konnteer doch ein Bruder oder Verwandter K. Adolfs und auf jedenFall sein Feldherr gewesen seyn. Als Graf von Katzenelnbogensteht er durchaus ihrer Kritik entzogen. Merkwürdiger istGarzon's völliges Stillschweigen über den Feldzug, bis da,wo Philipp eintritt.