Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
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boten, befanden sich die Herren von Frankenstein; ihre,an der Werra gelegenen Schlösser Frankenstein und Sal-zungen wurden jedoch gebrochen; und nun zog der Siegervor Kreuzburg, machte hier eine Furth über den Fluß,noch heut zu Tage des Königs Furth geheißen, und be-drängte die Stadt über vier Wochen lang abwechselndmit Belagerungsgeschütz und mit Stürmen. Allein Be-satzung und Einwohner hielten sich standhaft so lange, bishinein geschleuderte Brandstoffe die letztern zum Auszugnöthigten; man schaffte sie au den Burgberg und sodannbestmöglich weiter fort; das streitbare Volk aber, durchdie Flammen und Ruinen der Stadt ungeschrcckt, verthei-digte für und für die eigentliche Beste.

Adolf schlug, um vor dem Geschütze derselben sicher zuseyn, nunmehr auf den Brandstatten (die Stadt selbstwar bis auf die Kirche und zwei steinerne Hauser in Asche)sein Lager auf, und erbaute, in der Hoffnung, den Trctzder Belagerten, welche zumal das Beispiel der Herren vonStcubeu und anderer thüringischen Edlen befeuert, end-lich zu brechen, ein gewaltiges Blockhaus, von ihm dieAdolfsburg, vom Volke nachherdieAilsburg genaint,von welchem aus in die Krcuzburg fort und fort geschos-sen wurde.

Die Dächer und Thürme litten außerordentlich vomFeuer, aber noch mehr die Vertheidiger durch den Man-gel an Wasser. Sie mußten ihre Speisen mit Bier kochen,und zu allerlei Nothmitteln für den Lebensunterhalt Zu-flucht nehmen, bis auch diese versiegt und alle Zugäugeversperrt waren. Der martervolle Durst, welcher dieTapfern verzehrte, nöthigte cudlsch zur Übergabe des fe-sten Hauses, auf das Geding, daß sie des Leibes und Le-bens gesichert bleiben sollten. Der König hielt den Vertraggewissenhaft, und erlaubte auch den gcflüchteten Bürgern,