Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
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Aus dieser Beschreibung ersieht man, daß Ausschwei-fungen beiderseits verübt wurden und die kriegführendenTheile gegenseitig sich nichts schenkten. Übrigens theilt derVerfasser ganz das Gefühl des wackern Fecht im bereitserwähnten Aufsatz (Vatcrl. Begebenheiten zu denZeiten der Kaiser Adolf und Albrecht :c.) hinsicht-lich der »greuclvollen Bcfehdung, wodurch Adolf seinenRuhm befleckt.« Es ist nicht gut, daß die nassau'schen Hi-storiker mit Leichtsinn und oberflächlicher Berührung überdie verübten Dinge in Thüringen hinweggehen. Die Wahr-heit darf, auch bei einem Lieblingshcldcn, nicht verschleiertwerden. Doch dürften jene darin wohl Recht haben, daßin den thüringischen Chroniken die Farben allzugrcll auf-getragen sind.

Der König sann auf Rache an dem Markgrafen unddessen Leuten, und da er trotz aller erduldeten Leiden beiihnen die standhafte Absicht wahrnabm, »lieber gntlos,denn ehrlos« zu werden, so beschloß er einen Angriff voneiner andern Seite, als bisher. Er brach ins Osterlandein und lagerte sich vor Freiburg an der Saale; von daaus machte er Streifznge nach den Dörfern der Umge-gend, welche meist zu Grunde gerichtet wurden. Frciburgfiel, auch Naumburg das Schloß; der männlichen Bevöl-

Da sie anheim nu kommen.

Und ihre Weib vernommen.,

Daß sie die Heller hatte» verlorn —

Sie wurden übel empfangen.

Viel besser wär' gehangen,

Denn solch Schmachcit und Zorn.

Das ganze Spolllied habe» wir vergebens aufzutreiben ge-sucht. Vielleicht befindet eS sich in der von Prof. Wolf her-ausgegebenen Sammlung teutscher Volkslieder; wenigstensgehört es hinein.