Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
150
Einzelbild herunterladen
 

— 150 —

kenuig ward keine Gnade gegeben, nur die Wehrlosen unddas weibliche Geschlecht gingen, des Lebens gesichert, inGefangenschaft oder Elend. Ersterer Ort loderte in Flam-men auf; das große Schloß ward abgebrochen, weil dieBehauptung zu schwer, und die Gefahr der Wiederobc-rnng des wichtigen Punktes durch den Feind vorhandenwar. Darauf trat Adolf, von dem nahen strengen Winterfortgetrieben, mit seinen sieghaften Schaaren nach demRhein zurück, begrüßt uls Tyrann von den Verwünschun-gen der unglücklichen Meißner.

Von seinen Truppen jedoch begehrte und erhielt er, daßsie auch fürdcr in seinen Diensten verbleiben und auf denersten Ruf wieder in Bewegung sich setzen würden. GroßerSold, reiche Beute und schlaffe Zucht hatten seine Fahnedem Geist damaliger Kricgslcute mcbr als annehmlich ge-macht. Alsbald, nachdem der König heimgekehrt, bauteFriedrich der Gebissene die Nanmburg wieder auf undbenutzte die lange Zwischenzeit des überaus strengen Win-ters zu Herstellung der zerstörten Ortschaften und Reglungdes kräftigsten fernern Widerstandes. Ehe wir jedoch dieEinzeluhcitcu des zweiten Feldzugs, und sowohl die Tha-ten Adolfs selbst, als seines Feldherrn Philipp darin schil-dern, müssen wir zu den englisch-französischen Begebenhei-ten zurückkehren, welche wir mitten in ihrer vollen Ver-wickelung gelassen haben.