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Dieser Buchstabe des Rechtes sprach auch für Adolf. Eswar der alte Landgraf, ticfgrollend über das Mißlingenfeiner Plane und die Fortschritte der Söhne, schon auf demReichstage zu Nürnberg vor dem Könige erschienen, undhatte demselben alle seine Ansprüche auf Thüringen so-wohl, als auf Tutas Erbe gegen die Summe von 12,000Mark Silbers käuflich angeboten. Adolf schlug ein, ermu-thigt durch das Lockende der Sache an und für sich selbst,als auch und insbesondere durch die Gründe seines Vet-ters von Mainz. Der Handel kam noch im gleichen Jahrzn Stande; wir sagen mit Absicht : der Handel, denn eswar ein Handel mit Recht und Gerechtigkeit, mit Landund Leuten.
Ein neuerer nassau'scher Geschichtschreiber, vielleicht vonallzu großem Patriotismus verführt, übernimmt die Recht-fertigung desselben auf nachstehende Weise :
»K. Adolf konnte sich zu diesem Kaufe ans folgendenGründen berechtigt glauben : Erstens hatten Albrechts äl-tere Sohne, Friedrich und Diczmann, für die von Frie-drich Tuta hinterlassenen Lander nicht die Belchnnng beidem Kaiser (I nachgesucht, wie es doch nach den Reichs-gesetzen hatte geschehen müssen. Durch diese Unterlassungeiner gesetzlichen Vorschrift waren sie ihrer Lehen verlu-stig, selbst wenn sie rechtmäßige Ansprüche darauf gehabthätten.
»Zweitens mußte auf jeden Fall Albrecht seinen Söhnenin der Lehensfolge vorgehen, auf welchem Rechte jenerauch bestand; und es ist auch nicht unwahrscheinlich, daßeine von den damals gewöhnlichen, die wechselweise Erb-
(') Derselbe und andere nassau'sche Gelehrte nennen ihn fortwäh-rend schon snbicix-inNo so, wiewohl er des Pabstes Krönungnoch nicht erhallen.