Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
138
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gedieh, unter Di'eterichs Aufsicht, zum stattlichen Ritter,und wurde bald ein Gegenstand heißer Sehnsucht des un-terdrückten Landes. Doch erduldete er schon frühe, durchunglücklichen Zufall in des Vaters Hände gerathen, Leidenund Gefahren aller Art, und nur die unbegrenzte Treuealter Diener des Hauses rettete ihn von einem Ugolino-tod.

Inzwischen starben hinter einander der Markgraf Die-trich von Landsperg und der alte Markgraf Heinrich vonMeißen; des Erster» Erbe ward Tnta oder Teut, derSohn, seinem Netter Friedrich freundlich und wohlwol-lend. Tnta und Albrecht theilten sich in das meißnischeLand; der Landgraf ging mit seinen Söhnen, die inzwi-schen Muth und Anhang genug erhalten hatten, um ihreRechte selbst vertheidigen zu können, einen Vergleich ein.Kunigundcn von Isenburgs Tod (1286) brachte noch ei-nige günstigere Hoffnungen mehr zur Versöhnung; aberdie fortgesetzte Parteilichkeit des Vaters gegen den Stief-bruder entzündete neu das Feuer der Zwietracht. Albrechtfiel in des Sohnes Gewalt und ward ans Landsperg, inder Stadt Tutas, verwahrt, mit der Bestimmung, es fürimmer daselbst zu seyn; den» ob auch vielleicht das Rache-gefühl im Busen des jugendlichen Siegers geschwiegen,so foderte doch Rücksicht ans eigene Sicherheit und aufdas vielfach bedrückte Land einen energischen Entschluß.Der Anhang Albrechts wußte zwar, mittelst der Edlendes Landes nach einiger Zeit ihm die Freiheit wieder zuverschaffen; doch schränkte man, was die künftige Landes-verwaltung betraf, die üppige Willkühr des alten Land-grafen bedeutend ein, und zwang ihn, des Sohnes Rechteund des Landes Gefreithciten hinfüro zu ehren. Ausdrück-lich wurde in dem vermittelten Austrag festgesetzt, daßder Vater ohne des Sohnes Friedrich Einwilligung m-