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1 (1831)
Entstehung
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des Landes heran. Aber das Schicksal Hriff mit eisernerHand in ihr beiderseitiges Leben, und erfüllte Haus undLand mit Jammer ohne Maaß und Ende.

Der Landgraf, eine wilde saturnische Natur, tapfer imStreit, aber ohne sittlichen Charakter und Halt, gcriethnach dreizehn Jahren friedlicher Ehe in die Netze einesschönen Fräuleins aus Margarethas Gcfolg. Sie gewannüber den Bethörtcn ungemesscnc Herrschaft, und die Ei-fersucht der Gattin verstärkte nur das Feuer der Leiden-schaft; der Anblick der Reinen und Vielgctrencn ward einunbequemes Hinderniß der verstohlenen Genüsse. Darumkam das sündige Paar übercin, dasselbe sich vom Halse zuschaffen.

Es ist fast überflüssig, die Einzelnhcitcn einer Geschichtehier aufzuführen, welche in Annalen, Novellen, Noma-uen, Liedern und Überlieferungen in ganz Deutschland sehrbekannt geworden; von dem Mordanschlag auf die Fürstinbis auf den Wangcnbiß, im Übermaaß des Schmerzes derTrennung von der fliehenden Mutter am ZweitältestenPflegling ihrer Liebe verübt, und auf diese abcntheuerreicheFlucht selbst, welche mit dem baldigen Tod der Unglückse-ligen endigte.

Der Ehebrecher reichte Kunigundcn öffentlich nun dieHand; der Haß gegen die erste Gemahlin ging auch ansdie mit ihr erzeugten Kinder bei dem unnatürlichen Vaterüber; nur für Apiz, die Frucht des Verbrechens, bewahrteer Zärtlichkeit und Sorgfalt; diesem gedachte er sämmt-liche Landschaften, über die er Regent war, zuzuwenden.Die verstoßenen drei Waisen fanden nur bei dem Groß-vater, Markgraf Heinrich dem Erlauchten von Meißen,und bei dem Oheim, Dieterich von Landsperg, Schutz;Ersterer pflegte des ältesten, Heinrich, bis zu dessen frühemTod; der zweite, Friedrich mit der gebissenen Wange,