Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
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Auf diese lakonische Kriegserklärung Adolfs schickte Phi-lipp der Schöne eine noch lakonischere Antwort, worinder ganze Übermuth des Franzosen aus jener Zeit sich kundgab :

»An den König von Allcmannien! (') Vor Kurzem ha-»bcn Wir Euer Schreiben, als wofür es auf den ersten«Augenblick sich kund gab, erhalten. Wir senden daher«Euch die frommen Manner und Brüder Simon, vom»Hospital des heiligen Johannes zu Jerusalem und Rosse-»mal, Annet und Haucher, vom Tempclhause zu Nheims,»zu, um Erkundigung einzuziehen, ob dieser Brief wirklich«von Euch ausgegangen. So Ihr nun Uns durch die Über-bringer des Gegenwärtigen oder durch jemand Andern»nicht über das Gegentheil versichert, so thun Wir Euch«kund, daß Wir, in Anbetracht des genugsam vorhande-»nen Grundes zur Fehde, entschlossen sind, Uns gegen»Euch als einen Befehdeten zu halten!« t^)

Nach andern Berichten schickte der Franzose nichts an-deres, als ein leeres Papier, mit den Worten : AlmisOerirrsirs! um den König in eigener Person und in seinerNation zugleich zu beleidigen. G)

(') Hr. Muth und Andere entrüsten sich darüber, daß der K.Philipp seinem Gegner nur diesen Titel gibt; allein darin lagwohl die Beleidigung nicht, sonst müßte Eduard I., von demmehrere Schreiben an Adolf (bei dieselbe Überschrift

tragen, seinen Bundesgenossen auch beleidigt haben. DieserTitel wurde häufig, zumal von Fremden, gegeben, die desteutschen Kurialstyls nicht immer kundig waren. Die Beleidi-gung liegt im Ton des ganzen Briefes.

(') Der Konig rückte darauf den ganzen Brief Adolfs in den sei-nigen ein.

(') Vgl. die beiden Manifeste in den Beilagen.

ich Giindervde, Note 1Z7.