Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
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Übereinkünfte schriftlich getroffen, zu Herbeischassnng vonKriegHvolk und sonstiger Beförderung der vorhabendenSache.

Natürlich mußte Philipps des Schönen ranbsüchtigerDespotismus dem Ganzen zur Folie dienen; aber auchein religiöser Vorwand wurde, zum Trost und zur Aufcr-weckung der Schwachen, bald herbcigcftinden. Noch immerbejammerte der Erzbischof Boemund von Trier die Vorcnt-haltnng der »wahren Dornenkrone Jesu Christi,« welcheder französische Monarch heraus zu geben sich weigerte,und welche doch unbestreitbares Eigenthum des heiligenrömischen Reiches teutscher Nation war. König Adolfmachte dem frommen Prälaten leicht begreiflich, daß derWicdergewinn dieses für die ganze Christenheit so wichti-gen Schatzes und eines Hauptpalladiums der teutschenNation keiner der letzten Beweggründe zum Kampf widerPhilipp sey. Er suchte denselben auch in der Überzeugunganderer Fürsten geltend zu machen. Und nun erließ derKönig an Philipp den Schönen nachstehenden Fehdebricf:

»Sintemal sowohl durch Euere Vorfahren, als durch.«Euch selbst, Unsere und des Reiches Güter, Gerichtsbar-keiten und Landschaften mit unbefugter Besitznahme ein-»genommen und gcwaltiglich zurückbehalten worden, wie»dies schon der bloße Augenschein an verschiedenen Orten«zeigt, so können Wir solches nicht langer ohne Schmach«mit geduldigem Zusehen ertragen, und thun Euch hiemit»durch Gegenwartiges zu wissen, daß Wir gewillt sind,«zur Rachung so großer Unbilden alle Kräfte Unserer»Macht in Bewegung zu setzen!« (3

(') Das Datum ist schon vom 31. August 1294. somit war eSnoch vor der Ratifikation de» englischen SubsidienvertrageSerlassen.