Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
126
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nicht minder als er, dem französischen Könige ob derHartnäckigkeit und Anmaßung zürnte, womit dieser nichtnur Hauptbestandtheile des ehemaligen burgundischen Rei-ches, zumal die Grafschaft Provence, Lyon, Montfauconund Beaulicn, heraus zu geben sich weigerte, sondernselbst die eigentliche Grafschaft Burgund vom teutschenNcichsverbandc abzureißen trachtete, ein Unternehmen,an dessen früherer Ausführung ihn blos K. Rudolfs ener-gische Wachsamkeit gehindert hatte.

Philipp der Schöne hatte zu Erreichung seines Zweckesdas eitle Gemüth des Pfalzgrafen Otto zu verführen ge-sucht, welcher jene Provinz in des Königs und des ReichesNamen verwaltete; jener schmeichelte ihm zumal durch dieAussicht, daß er die einzige Tochter Ottos mit einem sei-ner Prinzen vermahlen würde. Diese Umtriebe Philippswaren K. Adolf, welcher ohnehin Ursachen zum Mißtrauengenug in die Gesinnungen des pfalzgraflichcn Hauses hat-te, nicht verborgen geblieben. Als daher die GesandtenEduards zu Nürnberg, wo er gerade die Vermahlungseiner Tochter Mechthilde mit Rudolf von der Pfalz ge-feiert, vor ihn traten, fanden sie ihn zu Annahme der

(') Von der Wahl her hatte Spannung und Kalte zwischen demKönig und dem Herzog Ludewig obgewaltet; ersterer hattediesem die Parteilichkeit für Albrecht niemals verziehen; das-selbe war mit mehrern Freunden des Pfalzgrafen der Fall.Übler Gesinnung gegen sie bewußt, mieden sie längere Zeitso viel möglich seinen Hof und seine Begegnung, denn diebarsche Art, mit der cr sie gleich anfangs behandelt, war ih-nen schwer zu ertragen. Endlich legten sich gemeinsame Freundeins Mittel und es kam (1234) vorerst ein Ehcverlöbniß, so-dann die Vermählung selbst zwischen den Kindern beider Für-sien zu Stande, (bei 44.) ist hiefür die Haupt-