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Sechstes Kapitel.
Die Verhältnisse Adolfs-zu den Königen Eduard I., von England und Philipp dem Schönen von Frank-reich. Bündniß mit jenem u » d Ka m p f m it d c m letz-ten. Bonifacius Vlil. als Vermittler.
^^ährend Adolf von Tentschland mit dem Trotze derFürsten und dem Einfluß der Priester auf die Reichsgeschäfteallmählig zu ringen hatte, und Bonifacius nach einem ge-meinsamen Absolutismus über Könige, Fürsten und Prie-ster zugleich hinwirkte, hatte Philipp der Schöne in Frank-reich sich ein entgegengesetztes Ziel auserkoren, nämlich :die Hierarchie zu demüthigen und die großen Vasallen zuunterdrücken. Mit allen physischen und intellektuellen Mit-teln verfolgte er sein System, welches in mancher Bezie-hung großartig genannt werden konnte, wäre ihm die Ideeder Rechtsgleichheit für alle Unterthanen und Liebe derVolksfreiheit zum Grunde gelegen. Aber was den fran-zösischen König trieb, war eitel Hang zu despotischer Will-kühr, welche Launen und Leidenschaften aller Zügel ent-hob, denn rücksichtslose Verachtung aller Rechte und Ver-träge erfüllten ihn in allen Verhältnissen nach Innen undAußen. Die Moral seines Lebens erklart die Grundsatzeseiner Politik und Regierung.