Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
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Erzbischof von Mainz betrachtet werden konnte. Der Gravon Chablais wurde somit freundlich aufgenommen; aberdie Städte des Landes Thuscien, auf ihre errungenenFreiheiten eifersüchtig, fühlten sich schon durch den Ge-danken einer einfachen Aufsicht bcläsiget, und sie ver-hießen dem Pabste die Summe von 89,000 siorentiuischerGoldgulden, falls er dieselbe von ihnen zu fernen imStande seyn würde. Die Habsucht gewann in Bonifaciusdie Oberhand über seine persönliche Neigung zu Adolf.Leicht, vornehmlich aber durch das Versprechen der Kai-scrkrönung, besiegte er dessen Empfindlichkeit gegen denVerlust eines Rechtes, welches immerhin doch nur illuso-risch ausgeübt wurde; den Reichsvikar aber entschädigteer durch Ertheilung des Bisthums Lüttich an dessen Bru-der Hugo, wodurch der Familie Chablais neuer Reichthumund Einfluß erwuchsen. (')

(') Günderode, nach ital, Quellen.