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er, durch den schimpflichen Zusatz der Strafe, welche ernöthig fand, ein warnend Beispiel wider künftige Nach-ahmung des Beispiels zu geben. Er ließ also den unge-treuen Schultheißen auf ein Rad setzen, den einen Arman einer Stange in die Höhe gebunden, um dadurch denvon Jenem verübten Meineid auszudrücken; in dieser Stel-lung ließ er ihn durch Kolmar und alle Städte der Nach-barschaft herumführen und sodann nebst seinem Sohne fürLebensdauer in einem Thurm verwahren. Der von Rap-poltstein dagegen ward auf die Achalm gebracht, wo ereinige Jahre lang fest saß; seine Güter selbst wurden ein-gezogen und zwei Drittheile den Verwandten Ansclmsübergeben, den Rest behielt der König für sich. Mit denGebrüdern von Lichtenberg jedoch kam eine Versöhnungzu Stande, woran sicherlich die Persönlichkeit des Bischofsgroßen Antheil hatte. Sie demüthigten sich vor Adolf unddieser nahm auf die Bedingung sie wieder zu Gnaden an,daß sie, auf ihre Kosten, einige Kriege des Königs mit-machen würden. (')
Der neue König entsprach, mehr noch als den Elsäs-sern, der Stimmung und Neigung der Schweizer, wiezum Theil schon angedeutet worden ist; seine Wahl wargleich anfangs mit Jubel vernommen worden, denn daSschlimme Wesen Albrechts von Österreich war im LandeEigen, im Thurgau, in den Waldstättcn und auch vonda den Stadsen am Rheine zu, allen klar geworden. Sowie er, seit dem Attentate auf sein Leben durch Gift, nurein physisches Auge mehr hatte, so hatte er auch nur seineinziges geistiges auf Besitz und Herrschast gerichtet. Die-sen zwei JHolen opferte er Ruhm, Recht und Freundschaft
(') Güuderode. Wenzel. Muth.