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lkngen ward ein Reichstag zu Nürnberg gehalten; auchhier ging es an ein Bestätigen und Ertheilen von Privi-legien ohne Ende. Zu den merkwürdigern Verfügungendieses Reichstages gehörte die über die Inseln, welcheder Rhein durch die Veränderung seines Laufs zu bildenpflegt; der König erklärte, daß dieses durch Zufall ent-standene Gebiet nicht den Herren der Lander, an denender Strom vorüber fließt, sondern den Inhabern des Ge-leits- und Zollrechts auf dem Flusse gehören sollte. DasGanze war zu Gunsten seines Lieblings, Rainald vonGeldern, mit dem er seit dem Brabanterkrieg ununter-brochene Freundschaft unterhalten hatte, geschehen. Auchnoch in manch andern Dingen erzeigte sich der König demGrafen Rainald überaus gnadig; oft zum Ärgcrniß an-derer Dynasten und Stände. Ein Günstling erregt jedes-mal schon an und für sich Mißtrauen und Argwohn. (')
Eine andere Verordnung wehrte den Vasallen in Zu-kunft die Erbauung von Burgen oder Belagerung vonOrten, ohne daß vor einem zuständigen Gerichte die Be-fugniß hiezu dargcthan worden.
Während Adolf seinerseits für Beschwichtigung der Lei-denschaften im Reiche jedes billige Opfer, selbst auf KostenSeiner Majestät, brachte, und den Landfrieden auf alleWeise zu erhalte» suchte, entfachten sich die Leidenschaf-ten und die Zwiste im Elsaß neu und grimmiger als zu-vor, aus ihrer Asche. Walther Rösselmann hatte sein altesUnwesen erneuert und alles in Tumult und Verwirrunggebracht. Um seine Partei zu verstärken und dem Könige,welchen er haßte, einen Streich zu spielen, hatte er mitden Freiherren und Grafen der Nachbarschaft, die zum
(') van Historie vüir (ieI<ZerIi>nll. I. veel. iZ.
Lsp.
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