Walthcr Rössclmann, der Schultheiß zu Kolmar,ein unter der vorigen Regierung wichtiger und vielge-brauchter, jedoch schon den Plänen K. Rudolfs hinder-licher Mann, widersetzte sich der Huldigung an den Kö-nig für seine Stadt, nachdem alle übrigen den Eid schongeleistet; er stellte als Bedingungen des Gehorsams : daßder von Ochscnstcin, in Adolfs Name auf dessen Lebens-dauer, die Bestätigung seiner Person im Schnlthcißenamte,so wie auch den Punkt zusichere, daß man weder die inFolge früherer Bürgerkämpfe Verbannten der Gegenpar-tei zurückberufen, noch der König selbst mit bewaffnetemVolk in die Stadt ziehen werde. Der Laudvogt, ohne Ab-Wartung weiterer Befehle, und, wie es ihm däuchte, imInteresse seines Herrn, ging die dreisten Forderungen ei-nes aufgeblähten Vasallen und Bürgers ein; auch wurdeförmlich ausgemacht, daß die Stadt niemand andcrm,als der Person des Königs selbst sich erschließen sollte.
Inzwischen war Adolf, zu dessen Hcermacht verschiedeneder ihm ergebenen Prälaten gestoßen, in der Gegend vonKolmar eingetroffen, während Jmagina, welche Breisachzur Wohnung wählte, allerlei Handlungen der Wohlthä-tigkeit ausübte und ihren Namen gesegnet machte. (')
Am 16. Oktober hatte er Rappoltstein ohne Widerstandin Besitz genommen; eben so die Burg Wilre; dagegen
die obere Landvogtei, Albrecht die untere; daß ein Gravvon Pfirt zwischen ihm und dem von Uesenberg eingetretenseye, ist aus Gottfried von Nammingen ohne allen Beweisangeführt. Albrechts Thätigkeit gegen K. Adolf läßt sich amnatürlichsten aus der Entziehung aus der Landvogtei erklären.Nach Wurstifen, Basl. Chron., S. 146, war Gr. Theo«bald von Pfirt Landvogt im Elsaß."
O Man hatte ihr auf der Reise einen Knaben vorgestellt, derunter Wölfen ernährt und aufgezogen worden.