Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
108
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Wie der Herzog gegen ihn gestimmt war, mochte erschon ans der lakonisch-schneidenden Art ersehen, mit wel-cher derselbe den Antrag zur Vermählung einer seinerTöchter mit einem der Sohne Adolfs erwiedert. Er er-klärte nämlich, auf dessen niedere Glücksgüter stichelnd:»wenn der König im Stande ist, aus meiner Tochter eineFürstin zu machen, so laß ich die Sache mir wohl ge-fallen.«

Eine große Beleidigung fügte dagegen auch Adolf demHerzoge dadurch zu, daß er den aus Österreich vertriebe-nen von Summerau freundlich bei sich aufnahm und denBeschwerden des Erzbischofs von Salzburg fort und fortein allzugnädiges Ohr verlieh. So etwas verzieh Albrechtnicht so leicht. (')

Albrecht, dessen ungeachtet außer Stande, alle Mitglie-der des konstanzer Bundes zu züchtigen, eilte nunmehrunmittelbar nach Jnner-Österrcich, wo das Mißvergnügenwider ihn den höchsten Grad erreicht und zu förmlichemAufstand sich ausgebildet hatte; sein Schwager, der vonHaigerloch, dessen Ruf diplomatischer Gewandtheit durchAdolfs Wahl eine schwere Niederlage erlitten, ging mitihm, nicht ohne fühlbare Merkmale, wie sehr er von Haßgegen den König erfüllt sey.

Ein zweiter vertrauter Freund und Anhänger des Hau-ses Habsburg, Graf Albrecht vonHohenbcrg, Oheimdes Herzogs, in Schwaben der oberste Landvogt, nährtenicht mindere Glut geheimen Hasses wider Adolf, zumalnachdem ihn das Loos der Entlassung von seiner Stellegetroffen, in Folge des veränderten Herrschersystems. An-fänglich hatte der König alle Vögte in jenen Landschaf-ten, so wie in Schwaben und in dem Lande Schweiz ge-

(') Aäberlin 635 — 636.