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Fürsten über den Herzog, daß auch er bei dem Königeerschien, gleich wie eö Recht und Sitte mit sich brachten.Er kam und ging mit Verstellung; und um den Nassauerzu demüthigen, hatte er ein ungeheures Gefolge mit sichgebracht, und wetteiferte, bei weitem siegreich, an Prachtmit dem Reichsoberhaupte, gegen welches er kaum dienöthigen Förmlichkeiten beobachtete, die der Monarch vonseinem Vasallen fodcrn konnte. Es ist dies ein charakteri-stischer Zug, der in der teutschen Geschichte überall dawiedergekehrt, wo Habsburgische Prinzen mit ihrer Be-werbung um den Thron etwa durchgefallen waren. Siefoderten von allen übrigen Fürsten den buchstablichsten Ge-horsam und das gewissenhafteste Ceremoniel; sie selbst aberachteten im gleichen Fall dieselbe Verpflichtung gegen An-dere nur wenig. Es blieb im Hause Habsburg, von Rudolfan bis auf neuere Zeiten, herrschender Ton, die teutscheKrone, als ein Erbstück, und alle übrigen Reichsständeals geborne Vasallen zu betrachten. In gegenwartigemFalle war es doppelt befremdend, daß der Herzog Albrechtbei jeder Gelegenheit vergaß, daß sein Vater Rudolf unddie Nassau's an Rang sich ebenbürtig gewesen, und jene»nur seine Tugenden, wie den Grafen Adolf seine Ver-dienste, in der Meinung erhöht hatten.
Der König versuchte so sehr alle Wege, den Herzog vonÖsterreich zu versöhnen, daß er ihm sogar, auf erhobeneKlage wider seine Feinde, freie Hand im vollestcn Sinnedes Wortes und im Widerspruch mit dem eigenen Pro-klam des Landfriedens, so wie mit dem höchsten Majestäts-rechte gewährte; als Lauffenburg und Kiburg klagend wi-der den Vetter auftraten, wies er sie an diesen, mit derAufforderung zum Vergleich. Solches war ein großer Miß-griff von Adolfs Seite; denn er gab seinem Gegner neueMacht, ohne ihm den alten Stachel genommen zu haben.