der das rechtmäßige Roichsoberhaupt schließt mit seinemUntergang das Ganze.
Albrecht war, unwirsch ob des Mißlingens seiner Pla-ne, verfolgt von dem Hasse der Wiener und verachtet vonden meisten Bessern seiner Zeit, in sein schweizerischesStammgut gezogen, wo das bekannte konstanzcr Bündniß,zur Abwehr der Gewaltthaten des Herzogs geschlossen,und den eigenen Verwandten desselben, Bischof Rudolf,an der Spitze, große Verwirrungen inzwischen angerich-tet hatte. (') Dieser Anblick mehrte seinen Grimm, beson-ders da er auch hier die Spuren des salzburgischen Erzbi«schvfs wahrgenommen. Da Adolf ihn nicht hinderte, be-schloß er an den verbündeten Großen im Lande Schwa-ben glänzende Rache. Zuerst wandte er sich gegen denGrafen von Nellenburg, Mangold V., in dessen Hans derHaß gegen Österreich erblich geworden war. Der nie be-zwungene Thurm sank in Trümmer, erschüttert von derGewalt der Belagerungswerkzcuge des Herzogs; es warzu Stockach, wo der alte Graf die Schreckensknndc em-pfing; er demüthigte sich vor dem Sieger, welcher sofortseine Waffen gegen die Übrigen wandte.
Inzwischen kam der König in die obern Rhcingcgendcngezogen, und ließ, was bereits zu Köln geschehen, allent-halben den Landfrieden K. Rudolfs verkünden und beschwö-ren. Zu Oppenheim wurde Rast gemacht und die Weih-nacht gehalten. Aber nur mit Mühe gewannen es die
(') Dies war ein großes Versehen Adolfs. Der Prälat und dieschwäbischen Edle», sich selbst überlassen, hatten nolhzedrun-gen diese Einung gestiftet; jener aber hätte durch kluge Ver-heißungen kostbare Kräfte sich ganz gewinnen mögen. So stan-den sie nun, der Verlassenheit «nwillig, dem Könige zwarnicht gegenüber, aber auch nicht zur Seite.